Massiver Stellenabbau bei AWG

Giengen/Brenz (BW) – Die Firma AWG Fittings hat heute bekannt gegeben, dass im Laufe des Jahres 2012 der Standort Giengen/Brenz geschlossen wird. Geschäftsführer Stefan Geisperger informierte den Betriebsrat und die gesamte Belegschaft in einer Betriebsversammlung darüber, dass alle Firmenaktivitäten künftig am Standort Ballendorf (Alb-Donau-Kreis) zusammengefasst werden. Auch das Tochterunternehmen Alco wird von Frankfurt-Höchst nach Ballendorf verlagert. Im Rahmen der Umstrukturierung wird sich AWG Fittings von etwa 120 Mitarbeitern trennen.

Die AWG Fittings GmbH ist nach eigenen Angaben europäischer Marktführer im Bereich Löschgeräte. Der Exportanteil beträgt etwa 60 Prozent. „Ziel der neuen Unternehmensstruktur ist der Erhalt der internationalen Wettbewerbsfähigkeit“, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Und nur hier sieht das AWG-Management weitere Wachstumsmärkte. Möglich sei dies von Deutschland aus nur mit hochwertigen Produkten zu international wettbewerbsfähigen Kosten.

„Die Investitionen wollen wir dort tätigen, wo die Feuerwehren und die Handelspartner als unsere Endkunden den größten Nutzen haben: in der Innovation und der Herstellung von hochwertigen Feuerlöschprodukten, Löschkanonen und hydraulischen Rettungsgeräten“, so Geisperger. Erst 2011 hatte AWG den insolventen Hersteller hydraulischer Rettungsgeräte Lancier übernommen. Für dieses Jahr kündigte AWG Fitiings bei dieser gelegenheit einer Reihe neuer Produkte an.

Stellenabbau soll sozialverträglich erfolgen

Nach dem derzeitigen Planungsstand werden Fertigung und Montage sowie die Entwicklung und alle Verwaltungsbereiche am Standort Ballendorf zusammengefasst. Der Standort wird dazu räumlich erweitert. Umfangreiche Investitionen sind für den Bereich Prüftechnik geplant. Die Umstrukturierung sieht gleichzeitig vor, die Bereiche Versand, Gießerei, Werkzeugbau und Gummispritzerei an externe Partner zu übertragen.

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Zukünftig wird AWG rund 120 Mitarbeitern weniger benötigen. Für diese Mitarbeiter ist im Rahmen der Vereinbarung eines Sozialplans die Gründung einer Transfergesellschaft geplant. „Damit könne vielen Mitarbeitern eine Perspektive von bis zu 36 Monaten in Aussicht gestellt werden“, heißt es in der AWG-Pressemitteilung. „Unser Ziel ist es, den Abbau der Arbeitsplätze so sozial wie möglich zu gestalten“, so Geschäftsführer Geisperger. Demnach werden befristete Arbeitsplätze nicht verlängert, gleichzeitig werde es eine Vorruhestands-Regelung geben.

7 Kommentare zu “Massiver Stellenabbau bei AWG”
  1. Master Servant

    Jetzt wird die Braut hübsch gemacht – und in maximal 2 Jahren verkauft…
    die Wette gilt !

  2. mr. joung

    könnt ihr noch gut schlafen–nach so einer schönen,schleimigen weihnachtesfeier

  3. Kratz die Kurve

    Man sagt die Teilnehmerzahl sei eher gering ausgefallen 🙂

  4. Ist bei einer solchen Firma noch eiglaubwürdigkeit noch vorhanten

  5. wieso wird der Standort Giengen aufgegeben? War die Firma Ziegler an AWG beteilgt? Da stimmt etwas nicht..

    Glaube wir werden bald mehr davon hören!!

  6. Mondkalb

    Hat der neue Geschäftsführer das gewusst? Oder gar im Vorfeld schon mit angezettelt?

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