Unglückliches Ende einer Ballonfahrt

Höhenretter retten 6 Ballonfahrer von Strommast

Bottrop (RP) – Ein Sonntagsausflug nahm in Bottrop ein unglückliches Ende: In etwa 65 Meter Höhe verfing sich ein mit 6 Personen besetzter Heißluftballon in einem Strommast. Zwar verletzte sich keiner der Passagiere bei dem Unfall, aber dennoch musste sie in einer knapp 6 Stunden dauernden Rettungsaktion aus ihrer Lage befreit werden.

Wie die Feuerwehr Bottrop mitteilte, nahmen die Einsatzkräfte zunächst per Megaphon Kontakt zu den Personen im Korb auf. Zeitgleich forderte die Einsatzleitung die Höhenretter der Feuerwehren Essen und Oberhausen zur Unterstützung an. Zwischenzeitlich konnte telefonischer Kontakt zu den Passagieren hergestellt werden. Diese hatten ihren Korb bereits provisorisch an der Mastspitze gesichert.

Strommast mit Heißluftballon
Die Rettungsmaßnahmen dauerte bis kurz vor Mitternacht an. Foto: Feuerwehr Bottrop

Die ersten zwei Höhenretter bestiegen den Mast, nachdem der Betreiber Amprion einen Teil der Hochspannungsleitungen stromlos geschaltet hatte. Nach der ersten Erkundung und zusätzlichen Sicherung des Korbes bereiteten die Höhenrettern die Seiltechnik zur Rettung der Personen vor. Das gesamte Material musste aufwendig bis in die Mastspitze transportiert werden. Anschließend bereiteten die Retter die Personen für das Abseilen vor. Währenddessen versorgten die Höhenretter die Ballonfahrer mit Decken, Getränken und Schokoriegeln.

Zusammen mit einem Retter wurden die Passagiere einzeln im Rettungsgeschirr in der Mitte des Mastes abgeseilt. Am Boden untersuchte sie der Rettungsdienst und brachte sie vorsorglich in umliegende Krankenhäuser. Zwei Personen erlitten einen leichten Schock.

Die Einsatzkräfte sicherten den Ballon anschließend am Mast. Die Firma Amprion übernimmt die Bergung des Ballons.Kräfte der Feuerwehr Bottrop, des DRK Bottrop sowie der Notfallseelsorger der Feuerwehr Essen betreuten die Angehörigen der betroffenen Personen während der Rettungsaktion.

Höhenretter
Dieser Einsatz war für die Höhenretter der Feuerwehren Essen und Oberhausen alles andere als alltäglich. Foto: Feuerwehr Essen

Wie die Essener Feuerwehr mitteilte, war dieser Einsatz einer der aufwendigsten in der Geschichte der Höhenrettungsgruppe der Feuerwehr Essen. Die Einsatzkräfte waren noch am Folgetag damit beschäftigt, die im Mast verbliebenen Einsatzgeräte wieder zurückzuholen.

Insgesamt waren 90 Einsatzkräfte der Feuerwehren Bottrop, Essen und Oberhausen, sowie des THW und DRK Bottrop vor Ort. Das THW übernahm die Ausleuchtung der Einsatzstelle. Zudem leuchtete ein Polizeihubschrauber die Einsatzstelle aus. Während der Einsatzmaßnahmen standen die Freiwilligen Feuerwehren Altstadt und Kirchhellen für weitere Einsätze in Bereitstellung.

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