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Feuerwehr-Neuzugang bei der Ausbildung begleitet

“Feuerwehrmann werden”: Geniale Mitgliederkampagne

Orbis (RP) – Daniel Brunner (30), gelernter Industriemechaniker und Ingenieur, will Feuerwehrmann werden. Aber nicht irgendwie. Um anderen Feuerwehr-Interessierten Ängste zu nehmen und zu zeigen, wie die Ausbildung funktioniert, hat Brunner mit der FF Orbis ein Experiment gestartet. 

Der 30-jährige Daniel Brunner will Feuerwehrmann werden. Aber nicht irgendwie. Seine komplette Ausbildung wird medial begleitet, um jungen und auch älteren Feuerwehr-Interessierten Ängste vor dem Ehrenamt zu nehmen und als Mitglieder zu gewinnen. Screenshot: FF Orbis

Die Mitgliederzahlen in der kleinen Gemeindefeuerwehr in Orbis (Donnersbergkreis) sind in den vergangenen 6 Jahren stetig gesunken, heißt es in einer Pressemitteilung der Feuerwehr. Dies sei vor allem in den vielen kleinen Ortswehren, die auf jedes einzelne Mitglied angewiesen sind, eine alarmierende Entwicklung. 

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“Weg von der Jammer-Reklame, hin zur aktiven Mitgliedergewinnung”

Um das Ehrenamt Feuerwehrfrau beziehungsweise Feuerwehrmann wieder attraktiv zu machen, sei bislang vor allem auf großflächige Plakatierungen zurückgegriffen worden. Etwa Fotos von Feuerwehrfahrzeugen ohne Fahrer mit Slogans wie “Keiner da der mich fährt! Komm zur freiwilligen Feuerwehr”. Diese versprächen aber wenig Erfolg. Die Kameraden aus Orbis wollten “weg von der ‘Jammer-Reklame’ und hin zu einer aktiven Mitgliedergewinnung, welche das Hobby interessant und transparent darstellt”.

Weitere geniale Ideen zur Mitgliederwerbung:

“Als dann im März 2019 die FF Orbis unverhofft drei neue und hochmotivierte Kameraden in die Einheit aufnehmen konnte, von denen zwei schon vorher Feuerwehrluft geschnuppert hatten und ein Kamerad sich in völlig neues Fahrwasser begab, war die Idee zur Mitgliedergewinnung 2.0, über Instagram und Facebook geboren”, schreibt der stellvertretende Wehrführer Luca Schneider. 

Der Einfall, den Kamerad Daniel bei seinem Ausbildungsweg medial zu begleiten, fand breites Interesse in der Feuerwehr. “Ich musste Daniel gar nicht von der Idee überzeugen, er gab umgehend seine Zustimmung, mit seiner Person das Projekt zu initiieren“, so Schneider.

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Mitgliederwerbung für Jung und (Mittel-)Alt

Die Initiatoren wollen insbesondere die ersten und wichtigen Meilensteine in Daniels Feuerwehr Ausbildung abbilden. Dazu fertigen sie regelmäßig Bilder, Videos und Texte für Instagram und Facebook an.

“Natürlich wollten wir hier vor allem junges Publikum ansprechen. Da heute aber auch immer mehr „Mid Ager“ in den Sozialen Netzwerken vertreten sind, haben wir durchaus Hoffnung, auch diese Zielgruppe ansprechen zu können”, sagt Schneider.

In regelmäßigen Abständen berichten die Orbisener von der ersten ärztlichen Untersuchung über die Erste-Hilfe Ausbildung bis zur Prüfung zum Truppmann von Daniel:

Mitgliederkampagne FF-Orbis

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Foto: FF Orbis

“So haben wir ganz bewusst auch dargestellt, dass unser Nachwuchskamerad Daniel, ‘schon’ 30 Jahre alt ist und sich der Herausforderung einer Ausbildung bei der Freiwilligen Feuerwehr stellt.” Erfahrungsgemäß seien potenzielle ältere Kameraden meistens von diesem Fakt verunsichert.

“Auch vielen anderen Argumenten, die wir immer wieder hören, konnten wir mit Daniel den Wind aus den Segeln nehmen: Daniel steht fest im Berufsleben, ist verheiratet und hat gerade erst ein Haus gebaut und somit auch nicht mit Zeit gesegnet.” fasst Schneider zusammen. 

Was Ihr über die Freiwillige Feuerwehr wissen müsst:

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Kommentare zu diesem Artikel

  1. Super-Geschichte, weg von der Jammer-Kampagne ist genau der richtige Ansatz. Respektabel auch die Unterstützung durch die aktiven Kameraden, eine Ausbildung medial begleiten, da kommen auch ein paar Stunden zusammen – und die sind auch ehrenamtlich. Danke für euren überdurchschnittlichen Einsatz für die Sache.
    Gruß aus Kirchheimbolanden

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  2. Hervorragend!
    Einfach mal andere Wege probieren und die neuen Medien nicht grundsätzlich verteufeln.

    Hoffentlich bekommt Ihr weitere Motivierte!!!

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  3. Ich war mit Daniel in der selben Ausbildungsklasse und finde diese mediale Kampagne sehr gut. So was sollte man öfter machen.
    Liebe Grüße von David aus der Freiwilligen Feuerwehr Eisenberg/Pfalz

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  4. Ich und meine Frau sind auch erst anfang 30 zur FF gekommen und bereuen das überhaupt nicht!

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  5. Aktuell haben wir in der Löschgruppe eine Kameradin die an ihrem 50. Geburtstag die Truppfrau Prüfung bestanden hat. -Voll motiviert-

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  6. Bravo. Ich als “Mod-ager” habe auch erst mit 39 meine Grundausbildung begonnen. Ich war allerdings vorher 25 Jahre bei der DLRG in Wiesbaden und Rettungstaucher. Als ich ins Sauerland geheiratet habe bin ich zur Feuerwehr.

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