Zwei verheerende Brände in Bremen

Bremen – Am Montag forderten zwei Brandeinsätze die Berufs- und Freiwillige Feuerwehr der Hansestadt Bremen. Zunächst zerstörten Flammen ein Einfamilienhaus im Stadtteil Obervieland komplett. Wenige Stunden später kam es in Gröpelingen zu einem schweren Dachstuhlbrand. Eine Person erlitt schwere Verletzungen, zwei weitere jeweils einen Schock.

Um 16.53 Uhr meldeten zahlreiche Anrufer der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle ein Feuer in einem freistehenden Einfamilienhaus in Obervieland, Ortsteil Kattenturm. Die Disponenten alarmierten den Direktionsdienst, den Einsatzleitdienst, Kräfte der Berufsfeuerwehr von den Wachen 2 und 4, den Rettungsdienst sowie die FF Neustadt. “Als die ersten Feuerwehrleute eintrafen, stand das Wohnhaus bereits in Vollbrand”, berichtete Direktionsdienst Wolfgang Kück. Die enorme Wärmestrahlung ließ beim Nachbarhaus eine Fensterscheibe zerborsten.

Die Feuerwehr baute eine Riegelstellung mit mehreren Rohren auf, um benachbarte Gebäude zu schützen. Im Innen- und Außenangriff bekämpften die Kräfte die Flammen. Gegen 17.30 Uhr hieß die Rückmeldung “Feuer in der Gewalt”, rund eine Stunde später war das Feuer aus. An dem Einsatzobjekt entstand ein Totalschaden, den die Feuerwehr auf zirka 200.000 Euro beziffert.

Die Bewohnerin und eine Nachbarin erlitten einen Schock und mussten vom Rettungsdienst versorgt werden. Insgesamt kamen 57 Kräfte mit 15 Fahrzeugen zum Einsatz.

Schwer verletzt nach Fenstersprung

Um 23:52 Uhr standen erneut die Telefone in der Leitstelle nicht still. Es gingen zahlreiche Notrufe über einen Dachstuhlbrand in Gröpelingen, Ortsteil Ohlenhof, ein. Außerdem sollte bereits eine Person aus dem Fenster gesprungen sein. Zum Einsatzort rückten diesmal Einsatzleitdienst, Kräfte der Berufsfeuerwehrwachen 1 und 5, der Rettungsdienst sowie die Freiwilligen Feuerwehren Grambkermoor und Burgdamm aus.

Vor Ort retteten die Kräfte zunächst die durch den Fenstersprung aus dem zweiten Obergeschoss schwer verletzte Person aus dem Gefahrenbereich. Sie kam mit dem Rettungsdienst in eine Klinik. Es brannte im Dachgeschoss eines Mehrfamilienhauses und teilweise der Dachstuhl. Vier Trupps unter Atemschutz bekämpften zeitweise gleichzeitig die Flammen im Innenangriff. Mit dem Wenderohr einer Drehleiter wurde ein Außenangriff durchgeführt. Um Glutnester freizulegen nahmen die Einsatzkräfte Teile des Dachbereiches auf, auch von den benachbarten Gebäuden.

Um 01.15 Uhr meldete der Einsatzleiter “Feuer aus”. Hier waren 53 Kräfte mit 14 Fahrzeuge im Einsatz. Den Schaden schätzt die Feuerwehr auf über 150.000 Euro.

Bei beiden Einsatzstellen hat die Kriminalpolizei die Brandursachenermittlung aufgenommen. Verbindliche Aussagen konnten die Beamten bislang jedoch nicht tätigen.

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