Vermisstes Kind schwer verletzt gefunden

Buseck (HE) – Dramatisches Ende einer Personensuche bei Buseck (Kreis Gießen) am Donnerstag: Ein vermisstes Kind konnte von Rettungskräften in einem Waldstück aufgefunden werden. Der Zwölfjährige war an einem steilen Abhang abgestürzt und schwer verletzt worden. In einer aufwändigen Aktion konnte der unterkühlte Junge gerettet werden.

Die Eltern hatten das Kind bei der Polizei als vermisst gemeldet. Gegen 16 Uhr war der Junge zum Spielen nach draußen gegangen. In einer groß angelegten Suchaktion durch Polizeikräfte, Polizeihubschrauber, Feuerwehr und einer Rettungshundestaffel, konnte der Junge in einem nahe gelegenen Waldstück aufgefunden werden. Die Personensuche hatte sich am Wohnort des Kindes schnell herum gesprochen, so dass sich auch eine erhebliche Zahl von Freiwilligen an der Suche beteiligte.

Das Kind war offensichtlich an einem steilen Abhang rund 15 bis 20 Meter in die Tiefe gestürzt, wobei es sich Lungen- und Schädelverletzungen, sowie ein Schädelhirntrauma zugezogen hatte. Aus eigener Kraft hätte der Junge nicht mehr nach Hause zurückkehren können. In dem abschüssigen Gelände war es den Rettungskräften nur schwer möglich zu dem Kind vorzudringen. Die Rettung mittels einer Trage in einer “Menschenkette” musste durch die Feuerwehr mit Seilen und Leitern abgesichert werden. Es dauerte fast 45 Minuten, bis der Verletzte nach dem Auffinden gegen 22 Uhr in einen bereit gestellten Rettungswagen gebracht werden konnte. Nach letzten Auskünften des behandelnden Arztes ist der Zustand des Jungen stabil, es besteht keine Lebensgefahr.

Ein Kommentar zu “Vermisstes Kind schwer verletzt gefunden”
  1. Michael Klöpper

    Das Polizeipräsidium Mittelhessen hat am 15. Januar 2010 in einer Presseinformation Details zu dem Einsatz veröffentlicht:

    “Einen Dank an die zahlreichen Helfer, die sich am Donnerstagabend bei der Suche nach einem 12-Jährigen aus Buseck-Beuern beteiligten, richtet Polizeipräsident Manfred Schweizer nach der Suchaktion. “Es tut gut, zu erleben, dass neben den Hilfskräften auch spontan so viele Freiwillige an der Suche nach einem Kind mitwirken. Das ist gelebte Nachbarschaftshilfe, wie man sie sich wünscht”, erklärte der Polizeipräsident. Der Junge befindet sich noch in der Klinik. Er ist außer Lebensgefahr, sein Zustand stabil. Wie berichtet, hatten am Donnerstagabend die Eltern des 12-Jährigen die Polizei verständigt. Er war kurz nach 16 Uhr zum Spielen aus dem Haus und hätte etwa eine Stunde später wieder zurück sein sollen. Als er nicht wieder nach Hause gekommen war, hatten die Eltern begonnen, nach ihm zu suchen und auch bei Bekannten nachgefragt. Gegen 20 Uhr verständigten sie dann die Polizei. Umgehend veranlasste die Polizei eine großangelegte Suchaktion und beorderte einige Streifenwagen, auch von benachbarten Dienststellen, nach Beuern, teilweise ausgestattet mit Wärmebildkameras. Die Feuerwehren aus Beuern, Buseck und Bersrod sowie die Berufsfeuerwehr Gießen wurden aktiviert, ebenso die Rettungssuchhundestaffel der Johanniter. Auch der Polizeihubschrauber wurde angefordert, da in diesem hochwertige Suchtechnik installiert ist. Darüber hinaus kamen immer wieder auch Freiwillige, um bei der Suche zu unterstützen. Die Absuche des Wohnbereiches, an einem Bachlauf, einem Teich und in Gemarkungsteilen blieb ohne Erfolg. Lehrer und Klassenkammeraden wurden befragt sowie Lautsprecherdurchsagen in Beuern durchgeführt. Eine Nachbarin berichtete, den Jungen um 16.30 Uhr gesehen zu haben, als er in Richtung Feld gegangen sei. Einer Polizeistreife der Polizeistation Grünberg, die sich ebenfalls an der Suche beteiligte, befuhr den Gemarkungsteil “Roter Holzberg”. Im Scheinwerferlicht des Fahrzeugs fiel den Beamten um 21.50 Uhr im Schnee auf dem angrenzenden Gelände eine einzelne Schuhspur auf. Die Beamten stellten fest, dass es sich um relativ kleine Schuhsohleneindrücke handelte. Sie gingen der Spur nach. Diese endete an einem Abhang zu einem Steinbruch. Sofort verständigten sie die Einsatzleitung. Polizeihubschrauber und Rettungsdienste wurden zu der Stelle entsandt. Mit der Technik des Polizeihubschraubers wurde in der Dunkelheit festgestellt, dass unten in dem verwilderten Steinbruch eine Person lag. Die Beamten und hinzubeorderte weitere Hilfskräfte arbeiteten sich zu der Person vor. Es war der Junge. Offensichtlich war er den etwa 15 bis 20 Meter hohen felsigen Abgrund nach unten gestürzt. Der Sturz war am Boden noch durch Gestrüpp abgefedert worden. Dennoch wies der Junge mehrere blutende schwere Verletzungen auf. Auch dürfte es durch die winterliche Temperatur zur Unterkühlung gekommen sein. Er war bei Bewusstsein, hätte jedoch aus eigener Kraft nicht zurück gekonnt. In dem abschüssigen Gelände war es den Rettungskräften nur schwer möglich zu dem schwer verletzten Kind vorzudringen. Das Herausbringen mit einer Trage in einer “Menschenkette” wurde durch die Feuerwehr mit Seilen und Leitern abgesichert. Es dauerte fast 45 Minuten seit Entdeckung, bis der Verletzte in einen bereit gestellten Rettungswagen gebracht werden konnte In einer Klinik stabilisierte sich der Gesundheitszustand des 12-Jährigen. Laut Auskunft der Ärzte ist er außer Lebensgefahr.”

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