DGzRS: Vermissten Bootsfahrer rechtzeitig gefunden

Sylt (SH) – Der Betreiber einer Surf- und Segelschule auf Sylt (Kreis Nordfriesland) verdankt sein Leben seit Dienstagabend vermutlich seinen Schülern sowie den Rettern der DGzRS. Der Mann war mit einem Schlauchboot auf die Nordsee gefahren, um ein losgerissenes Segelboot einzufangen. Als er nach fast einer Stunde nicht zurückkehrte, riefen seine besorgten Schüler die Seenotrettung.

Ein Katamaran-Segelboot, ein sogenanntes Hobiecat, einer Surf- und Segelschule hatte sich am Dienstabend vom Strand nördlich des Munkmarscher Hafens bei stark böigem Wind losgerissen und war auf die Nordsee getrieben. Der Schulbetreiber fuhr mit einem Schlauchboot hinterher, um das Boot wieder an Land zu bringen. Doch schon bei der Abfahrt stotterte sein Außenbordmotor. Das bekamen auch seine Schüler mit, welche die Bergungsaktion von der Insel aus beobachteten.

Das Motorboot verschwand schließlich am Horizont. Nach einiger Zeit wurden die Segelschüler nervös. Als ihr Lehrer nach fast einer Stunde nicht zurückkehrte, informierten sie gegen 19 Uhr die Seenotzentrale in Bremen. Diese alarmierte den Seenotrettungskreuzer (SRK) “Pidder Lüng” von der Station List, der wenig später auslief und sich auf die Suche begab. Auch die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes bekam einen Einsatzbefehl.

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Das Arbeitsboot “Michel” des Seenotrettungskreuzers “Pidder Lüng” hat das überfällige Schlauchboot mit einem Mann an Bord und den abgetriebenen Hobiecat in Schlepp genommen. Foto: DGzRS

Da sich die Seenotretter gut in ihrem Revier auskennen, wussten sie genau, wo sie die Suche beginnen mussten. So wurde der vermisste Bootsfahrer auch schnell rund vier Kilometer vor der Ostküste gefunden. Er hatte es noch geschafft mit seinem Schlauboot das Segelboot zu erreichen und längsseits zu gehen. Da der Außenborder streikte, kam er aber nicht mehr zurück. Um nicht noch weiter auf das Meer zu treiben, warf er einen Anker.

Das Arbeitsboot “Michel” des SRK nahm beide Boote in Schlepp und brachte sie zurück in den Hafen. Dort übernahm der Rettungsdienst den Surflehrer.

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