Unwetter bringt ganze Regatta in Seenot

Bad Zwischenahn (NI) – Eine große Regattagruppe ist am Samstag auf dem Zwischenahner Meer in Bad Zwischenahn (Kreis Ammerland) in Not geraten. Ein plötzlich aufziehendes Unwetter brachte gleich 18 Boote der Gruppe zum kentern. Die DLRG hatte alle Hände voll zu tun. Sie musste mehrere Personen aus dem Wasser retten und Boote in den Hafen schleppen.

DLRG. Symbolfoto: Thomas WeegeDie Norddeutschen Meisterschaften im Segeln der sogenannten “Formular 18-Klasse” waren im vollen Gange. Plötzliche zog ein lokales Unwetter heran und verwandelte den Binnensee in einen tosenden Kessel, so dramatisch beschreiben die Rettungsschwimmer der DLRG die unerwartete Situation. Sturmböen bis zu zehn Beaufort, Wellenhöhen von mehr als 1,50 Meter, Starkregen und sogar Seenebel überraschten sowohl die Segler als auch die Rettungsschwimmer, die mit drei Booten den Wettkampf absicherten.

Durch den starken Wind kippten die Katamarane um, Segel zerfetzten und Ruder zerbrachen. Die Regattafahrer versuchten zunächst ihre Boote selber wieder aufzurichten, daran war zunächst aber nicht zu denken. Immerhin hielt das Unwetter rund eine halbe Stunde an. Bei Wassertemperaturen von nur 13 Grad drohte den Personen im Wasser eine Unterkühlung. Die Rettungskräfte der DLRG zogen einige Bootfahrer aus dem kühlen Nass und brachten sie ans Ufer. Auch am östlichen Ufer war ein Kajütschiff gekentert, welches aber nicht zu der Veranstaltung gehörte. Zwei Männer waren über Bord gegangen und klammerten sich an ihrem Schiff fest. Die Wasserretter zogen die entkräfteten Männer in ihr Bord und brachten sie in Sicherheit. Beide trugen keine Schwimmwesten. Alle Beteiligten hatten großes Glück und überstanden das Unglück unverletzt. (Symbolfoto: Thomas Weege)

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