Unterkühlten Patienten aus Wald gerettet

Herdecke (NW) – Zu einer dramatischen Rettung musste am Freitagvormittag die Feuerwehr Herdecke in ein Waldgebiet ausrücken. Eine aufmerksame Spaziergängerin hatte in einer Waldschonung, weit vom eigentlichen Weg entfernt, eine nicht mehr ansprechbare Person aufgefunden. Der 58-Jährige lag offenbar seit dem Vortag im Wald und war stark unterkühlt. Warum, das versucht die Polizei nun zu ermitteln.

Ein Mann wird aus einem Wald bei Herdecke gerettet. Foto: Martin Off / FeuerwehrErsteintreffende Polizeibeamten leisteten Erste Hilfe und wärmten den Mann mit ihren Dienstjacken. Wenig später mussten sich Notärztin und Rettungsdienstarbeiter von der Straße durch das stark verschneite Waldgebiet vorkämpfen. Die Einsatzstelle war nur fußläufig erreichbar.

Nach einer Erstversorgung musste die Person aus dem Waldgebiet zum Rettungswagen transportiert werden. Zehn Feuerwehrleute schleppten den Patienten auf einer Schleifkorbtrage mehrere hundert Meter bergauf bis zum Löschfahrzeug. Die Trage wurde anschließend in den Mannschaftsraum des Löschfahrzeuges gelegt. “Es hat hier in dem tiefen Schnee ausgezahlt, dass das Löschfahrzeug mit Schneeketten ausgerüstet war. Ein normales Fahrzeug hätte den Waldweg nicht befahren können”, so Wehrführer Hans-Jörg Möller.

An einem Schützenheim wurde die Person in den bereitstehenden Rettungswagen umgeladen. Die Rettungswagen transportierte den 58-Jährigen in ein Wittener Krankenhaus. (Foto: Martin Off / Feuerwehr)

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