Treue und gefährliche Trauer eines Schwanes

Stralsund (MV) – Der Tod einer Schwanendame hat am Mittwochnachmittag den Bahnverkehr auf der Rügendammbrücke von Rügen nach Stralsund (Kreis Vorpommern-Rügen) kurzzeitig zum Stillstand gebracht und den Einsatz von Feuerwehr und Bundespolizei erforderlich gemacht. Schuld war weniger der Kadaver des Vogels, sondern vielmehr der hartnäckig trauernde Partner des Federviehs.

Die Trauer des Schwanes war so groß, dass er gar nicht bemerkte, dass ihn auf der Eisenbahnbrücke das gleiche Schicksal wie das seiner Herzensdame ereilen könnte. Die Bahnstrecke wurde für den sicheren Einsatz der Helfer zunächst gesperrt. Für die Einsatzkräfte der Feuerwehr und der Bundespolizei folgte ein Rollenspiel. Die Ordnungshüter übernahmen den Part der Notfallseelsorge und die Feuerwehr den eines Bestatters. Nachdem  die Beamten die Zeit für einen würdevollen Abschied des Schwanenmannes von seiner Gefährtin als ausreichend erachteten, verbannten sie ihn. Der Trauernde hatte zuvor den leblosen Körper energisch verteidigt. Anschließend konnten die Feuerwehrleute den Kadaver bergen. Wenig später konnte der Schienenverkehr wieder freigegeben werden. (Foto: Bundespolizei)

2 Kommentare zu “Treue und gefährliche Trauer eines Schwanes”
  1. Robert der Gesegnete

    Was tut man nicht alles für die Tiere. 🙂

  2. Yamahaner

    So lange man mit den Menschen ebenso verfährt!

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