Stromausfall hält Feuerwehr in Atem

Nürnberg (BY) – Eine technische Störung in einer Elektroschaltanlage hat am Dienstagabend die Stromversorgung in mehreren Stadtteilen von Nürnberg und der Umgebung komplett lahmgelegt. In vielen Wohnanlagen blieb der Aufzug stehen oder es löste die Brandmeldeanlage aus. Die eingeschlossenen Personen wurden von der Feuerwehr befreit.

Durch die Störung gab es rund zweieinhalb Stunden keine Elektrizität in den Stadtteilen Gebersdorf, Eibach, Katzwang, Stein und Teilen Oberasbachs. Die Feuerwehr aus  Nürnberg und Stein rückte in den ersten 90 Minuten des Stromausfalls zu neun Einsätzen aus.

In vier Fällen wurden mehrere Personen aus Aufzugsanlagen befreit: Die Aufzugskabine blieb wegen des Stromausfalls einfach stehen. Der Stromausfall machte auch zwei Brandmeldeanlagen in Stein zu schaffen. In einem Freizeitbad sowie einer Polstermöbel-Firma löstne die Meldeanlagen aus. Die Feuerwehr Stein konnte nach einer Kontrolle der Objekte innerhalb kurzer Zeit Entwarnung geben.

Gegen 17.47 Uhr stellten Anwohner eine starke Rauchentwicklung aus einem Kellerschacht fest. Die Freiwillige Feuerwehr Eibach und die Berufsfeuerwehr Nürnberg konnten auch hier schnell für Aufklärung sorgen. Beim Start eines dieselbetriebenen Notstromaggregats qualmte es derart aus dem Auspuff, dass die Anwohner an einen Brand im Keller glaubten.

Die Techniker der N-Ergie forderten die Feuerwehr bei der Behebung der Störung in der Schaltanlage zur Unterstützung an. Der Schaltraum war leicht verraucht. Die Feuerwehrbeamten konnten mit einem Hochdrucklüfter die Anlage schnell vom Qualm befreien, so dass der Störtrupp die Anlage gefahrlos betreten konnte.

Durch den Stromausfall schaltete sich außerdem in einer Firma die Lüftungsanlage ab. Dadurch kam es in einer technischen Anlage zu einer Konzentrationserhöhung eines Lösemittels. Die Feuerwehr unterstützte die Firma beim Messen der Stoffkonzentration. Nach dem Zuschalten der Energieversorgung konnte die Lüftungsanlage die Stoffkonzentration wieder auf den Normalzustand senken.

Den Auswirkungen der vielen Ampelausfälle im betroffenen Gebiet konnte allerdings auch die Feuerwehr nicht entkommen: Bei der Rückfahrt von den Einsatzstellen zu den Wachen mussten auch die Wehrmänner viel Geduld aufbringen.

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