Stickstofftank schlägt leck

Ratingen (NW) – Ein leck geschlagener Stickstofftank hat am Freitag die Feuerwehr Ratingen beschäftigt. Bei Wartungsarbeiten an einem mit rund sechs Kubikmeter flüssigem Stickstoff gefüllten Tank, war es zum Abriss eines Ventils gekommen. Das Gas strömte unkontrolliert auf ein Firmengelände ab.

Der Austritt des tiefkalten Gases verursachte eine große Dampfwolke. Da es sich bei Stickstoff um ein ungiftiges Gas handelt, das zu etwa 78 Prozent in der Umgebungsluft vorkommt, bestand die Hauptgefahr in der Verdrängung des Sauerstoffes in der unmittelbaren Umgebung der Austrittsstelle und den angrenzenden Gebäuden. Um ein vollständiges Abströmen des Tankinhaltes unterbinden zu können, musste zunächst das defekte Ventil genauer erkundet werden. Die Dampfwolke wurde hierzu mittels Wasser-Sprühstrahl aus einem tragbaren Wasserwerfer kontrolliert in den Hofbereich der betroffenen Firma gelenkt.

Angeleitet durch einen fachkundigen Mitarbeiter des Unternehmes war anschließend ein mit Atemschutzgeräten ausgerüsteter Trupp in der Lage, den Gasaustritt durch das Schließen eines weiteren Ventils in der Tankanlage zu stoppen. Hierzu war es nötig ein weiteres Strahlrohr und ein Überdruck-Belüftungsgerät vorzunehmen. Durch weitere mit Atemschutzgeräten ausgerüstete Einsatzkräfte wurden zwischenzeitlich alle angrenzenden Betriebsbereiche und Nachbargrundstücke mit Gasmessgeräten auf mögliche, gefährlich niedrige Sauerstoffkonzentrationen überprüft. Für die angrenzenden Wohngebiete und Betriebe bestand zu keiner Zeit eine unmittelbare Gesundheitsgefahr. Die Einsatzstelle wurde aus Sicherheitsgründen durch die Polizei weiträumig abgesperrt.

Im Einsatz waren ein Notarzt-Einsatzfahrzeug, zwei Rettungswagen, die Berufsfeuerwehr sowie der ABC-Zug und der Löschzug Tiefenbroich der Freiwilligen Feuerwehr mit 33 Einsatzkräften. (Text und Fotos: Feuerwehr Ratingen)

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