Spezialeinsatz für Höhenretter in der Tiefe

München (BY) – Die Münchener Berufsfeuerwehr ist am Dienstagmorgen zu einem speziellen Einsatz gerufen worden. Auf einer Baustelle ließ sich ein großer Erdbohrer nicht mehr aus seinem Bohrloch ziehen. Weil es keine Spezialfirma gab, die zeitnah helfen konnte, forderte der Bauleiter die Feuerwehr an.

Bereits am Montagvormittag begannen die Schwierigkeiten für das Bauunternehmen. Der 20 Meter lange Bohrer ließ sich nicht mehr aus dem Boden bewegen. Der Spezialbohrer dient nach dem Bohrvorgang als Schalung für Beton. Nachdem die Schalung zum Teil gefüllt wurde, sollte der Bohrer hochgezogen werden. Dieser Vorgang scheiterte jedoch. Alle Versuche der Arbeiter, den Bohrer wieder zu befreien, scheiterten. Die Berufsfeuerwehr alarmierte nach der Anfrage der Baufirma ihre Höhenrettungseinheit.

Die Höhenrettungsgruppe der Berufsfeuerwehr München musste Hilfe in einem Bohrloh leisten. Ein Höhenretter musste in 15 Metern Tiefe den 20 Stahlstäbe durchtrennen. Fotos: Feuerwehr München
Die Höhenrettungsgruppe der Berufsfeuerwehr München musste Hilfe in einem Bohrloh leisten. In 15 Metern Tiefe durchtrennte ein Höhenretter 20 Stahlstäbe. Fotos: Feuerwehr München

Ein Höhenretter ließ sich, an einem Baukran gesichert, in das nur 70 Zentimeter Durchmesser große Bohrloch in etwa 15 Meter tief hinab. Um auch die Stahlschalung am Nachrutschen zu hindern, wurde sie ebenfalls von einem Baukran fixiert. Mit Hilfe einer hydraulischen Rettungsschere trennte der Feuerwehrmann in mehrstündiger Arbeit Stahlstäbe durch. Da Grundwasser und beengte Platzverhältnisse die Arbeiten erschwerten, kam kein anderes Werkzeug als die Schere in Frage. Nach rund sechseinhalb Stunden konnte der Einsatz beendet werden.

2 Kommentare zu “Spezialeinsatz für Höhenretter in der Tiefe”
  1. Moin tolle Arbeit der BF München. Es ist nur zu hoffen das auch es vernünftig vergütet wird oder die Rechnung folgt.

  2. Micha

    @Hubi
    Sehe ich auch so, da hier keine Menschen oder Werte in Gefahr waren, ist das eine (hoffentlich nicht zu billige) Dienstleistung. Das wird ja auch dadurch klar das wohl erst eine Firma dafür gesucht wurde.

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