Schneemassen fordern Feuerwehr und THW

Hamburg – Immer wieder mussten in den letzten Tagen Feuerwehren im ganzen Bundesgebiet zu schneebedingten Einsätzen ausrücken. In Hamburg stürzte am Mittwochmorgen ein Dach einer Lagerhalle ein, im Saarland das Dach eines Wohnhauses. Eine junge Familie war in ihrem Pkw im Schnee „versunken und Remscheid benötigte überörtliche Unterstützung.

Foto: Arne MundtNeben der Feuerwehr war auch das Technische Hilfswerk im Einsatz. So konnten THW-Kräfte gerade noch rechtzeitig einen Baumarkt in Bad Oldesloe im Kreis Stormarn von einer Schneelast befreien. „Die Traglast des Daches war längst überschritten“, sagte Sven-Oliver Dietrich, Zugführer beim THW. Durch Leinen vor dem Absturz gesichert schaufelten die Kräfte aus Bad Oldesloe und Ahrensburg den Schnee vom Dach.

(Foto: Arne Mundt)

So glimpflich kam eine Hamburger Firma nicht davon. Das Dach einer leerstehenden Lagerhalle stürzte auf einer Fläche von zirka 10.000 Quadratmetern unter der Schneelast ein. Zwar sollten sich keine Personen mehr im Gebäude befinden, aber zur Sicherheit wurden Rettungshunde zur Einsatzstelle nachgefordert.

Die Feuerwehr Düsseldorf unterstützte die Feuerwehr Remscheid bei der Sicherung mehrerer einsturzgefährdeter Gebäude im Remscheider Stadtgebiet. Um 1 Uhr in der Nacht zum Mittwoch rückten die Düsseldorfer Kräfte an, um die Remscheider Aktiven abzulösen. Die hatten bereits mehrere Stunden diverse Dächer vom Schnee befreit. Die Feuerwehrleute von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr Düsseldorf schippten den über 40 Zentimeter hoch liegenden Schnee von einer Lager- und Produktionshalle. Auch Aktive aus den Kreisen Neuss und Mettmann waren mit im Einsatz.

Unter den Schneemassen stürzte ein Dach eines Wohnhauses im saarländischen Bergen. Die Bewohner konnten sich jedoch rechtzeitig ins Freie retten.

Rettung war für eine dreiköpfige Familie aus der Uckermark (BB) nicht mehr selbständig möglich. Sie wollte am Samstag mit ihrem Pkw zu einer Familienfeier fahren. Doch zwei Kilometer vor dem Ziel blieben die Eltern mit ihrem drei Monate alten Sohn im Schnee stecken – aber in bester Gesellschaft von weiteren Pkw und sogar einem Streufahrzeug. Die freiwilligen Feuerwehren aus Greiffenberg und Günterberg rückten an und brachten die Personen ins Feuerwehrhaus nach Greiffenberg. Danach befreiten die Aktiven mehrere Stunden lang die Fahrzeuge aus den Schneeverwehungen.

Im Dauereinsatz waren am Montag auch die Einsatzkräfte von THW und Feuerwehr in Marpingen im Saarland. Sie mussten Dächer von öffentlichen Gebäuden vom Schnee befreien – auch die Dächer eines Feuerwehrhauses und einer Gesamtschule. Mehr als 50 Einsatzkräfte waren dafür im Einsatz. Das Wetterchaos verursachte auch einen Stromausfall. Die Feuerwehr versorgte ein Seniorenheim daraufhin mit ihrem 40-kvA-Notstromerzeuger mit Strom, umd die für die Gesundheit einiger Bewohner notwendigen Geräte in Betrieb zu halten.

(Fotos: Feuerwehr Marpingen)


2 Kommentare zu “Schneemassen fordern Feuerwehr und THW”
  1. Christian Patzelt

    Gerade sind noch Bilder aus Marpingen im Saarland “reingeschneit”!

Hinterlasse einen Kommentar

Das könnte dich auch interessieren: