Photovoltaikanlage brennt auf Hühnerstall

Reken (NW) – Auf dem Dach eines großen Hühnerstalls in Reken (Kreis Borken) ist am Mittwoch eine Photovoltaikanlage in Brand geraten. Die Flammen griffen auf die Dachkonstruktion über. Die rund 300 im Stall untergebrachten Hühner überstanden das Feuer unbeschadet, sie bekamen mit Lüftern Frischluft zugeblasen.

Der Landwirt aus dem Ortsteil Reken Bahnhof hatte am Nachmittag ein brennendes Modul der Anlage auf dem Dach seines Hühnerstalls entdeckt. Das Feuer breitete sich rasch auf weitere Module sowie das Dach aus. Für die Feuerwehr Reken wurde Großalarm ausgelöst. Um den Großbrand zu löschen, nahmen sie mehrere C-Rohre vor. Auch über eine Drehleiter wurde der Löschangriff vorgenommen.

Während der Brandbekämpfung setzten die Einsatzkräfte Lüfter ein, damit das Federvieh im Stall mit frischer Luft versorgt und die Temperatur im Stall gesenkt wurde. (Foto: Bludau)

20 Kommentare zu “Photovoltaikanlage brennt auf Hühnerstall”
  1. @DTRG V…: ob das nun holz, hühner oder photovoltaikanlagen sind – ist doch den rauchgasen egal von welchem stoff sie freigesetzt wurden – sie werden bei allen freigesetzt.
    bloss sieht mir das wohl mehr nach nachlöscharbeiten aus, als das bild fotografiert wurde. ;);)

  2. Mario

    Schaum bleibt je nach Konsistenz eher kleben oder nicht, kann also bei der richtigen Mischung gut eingesetzt werden.

  3. aber dann musst so schaum nehmen der auch ned runter rutscht oder irre ich mich da?weil ich denke schaum würde da ned lange obenbleiben aber grund gedanke is gut

  4. Christian

    Wie schlau doch alle hier sind. Postet doch mal Bilder von Euren Einsätzen, ich will auch mal schlaue Komentare abgeben.

  5. Also bei einem Dachstuhlbrand (oder Gebäudebrand) erst auf dem Dach rumturnen und eine Folie über die Anlage zu ziehen, würde ich im Leben nicht wagen wollen…und Schaum aufbringen wird denk ich mal auch keinen Erfolg haben. Soweit mir bekannt sind die Anlagen so gebaut das Wasser uns Schmutz abfließen sollen (Selbstreinigung), so dass Schaum nicht lang halten wird…

  6. Tobias

    @Stefan Seit kurzem gibt es auch Anlagen die sich komplett abschalten lassen

  7. es muss halt druckluftschaum sein (Wasser-/Luftverhältnis 1: 7 bei schmitz systemen) der haftet ziemlich gut. es gibt ja leider keine offiziellen notfallsysteme, was eig traurig ist!

  8. bd112

    Mal was zum Thema Schaum:

    Den Aufbau von Luftschaum hat ja jeder einmal während seiner Grundausbildung kennen gelernt: Viele kleine Blasen aus ein Wasser-Tensid-Gemisch.

    Das kann man mit einer Art Teppich aus vielen kleinen Linsen vergleichen. Diese verhindern den Lichteintritt nicht, sondern verstärken ihn! Bei entsprechenden Versuchen wurde eine LEISTUNGSSTEIGERUNG von bis zu 20 % erreicht!

    Hier könnten evtl. Haftputze oder spezielle Abdeckschäume verwendet werden.

    Schaut man sich jedoch hier die Einsatzsituation an, bestand eine Gefahr der Ausbreitung von Atemgiften auf die Tiere, eine Ausbreitung des Schadenfeuers auf tragende Teile der Dachkonstruktion sowie eine Gefahr durch Elektrizität für die Einsatzkräfte.
    Der Stall wurde belüftet, somit war die Gefahr für die Tiere weitestgehend eingedämmt. Die Ausbreitung des Schadenfeuers wurde durch den Einsatz mehrerer Rohre verhindert und wenn dabei die Sicherheitsabstände gemäß der einschlägigen VDE-Regeln eingehalten wurden bestand auch keine Gefahr für die Einsatzkräfte.

  9. Michael St.

    Also die Kollegen der Feuerwehr München, aben mit Folien und Schaum diverse Tests schon gemacht und zu keinem hilfreichen Ergebnis gekommen.

    Natürlich sind die Anlagen so konstruiert, das Schaum, Wasser, Schmutz, etc. nicht auf den Modulen halten. Das wäre sonst sehr uneffektiv für die Stromgewinnung. Wobei sich Reinigungsfirmen, da eine goldene Nase verdienen könnten.

    Für Photovoltaikanlagen(PVA) gibt es schon länger Abschaltrelais und Feuerwehr-Notschalter um diese Anlagen spannungsfrei zu schalten. Jedoch schre3ibt der Gesetzgeber das leider noch nicht vor, das solche Schaltelemente in solch eine PVA eingebaut werden müssen. Ein Umbau oder Nachbau in die PVA würde je nach Grösse zwischen 1000-2000 Euro kosten.
    Das will sich der Betreiber natürlich sparen und verzichtet aus Kostengründen darauf, wodurch wir als euerwehrleute immer einem hohen Risiko ausgesetzt sind das bei den Löscharbeiten Kameraden verletzt oder sogar tötlich verunglücken. Ähnlich ging es da einem Kameraden aus Köln, der bei einem Wonungsbrand einen Stromschag von mehr als 400V abbekam. Erst konnte sich keiner erklären woher der Strom kam, da doch alles vn den Stadtwerken abgeschaltet wurde. Ja nur die PVA auf dem Dach hatte man übersehen und die Lieferte durch die Scheinwerfer der Löschfahrzeuge gut bis zu 1500V Gleichspannung. Der Kamerad hatte inerliche Verbrennungen, Herzrhytmusstörungen, uvm. Nach einer 3 Monatigen ReHa musste er wieder laufen lernen und das Muskelgewebe aufbauen.

    Um solchen Unfällen und Verletzungen vorzubeugen, bedarf es der Hilfe der Nutzer/Betreiber einer PVA, um im Notfall Helfen zu können, ohne die Kameraden in Gefahr zu bringen. Wir können als Feuerwehrleute hier nur an die Einsicht und Unbterstützung der Verbraucher appelieren und hoffen, dass der Gesetzgeber solche Abschaltelemente für PVA zur Pflicht macht. Schliesslich werden die Betreiber auch vom Staat finanziell unterstützt, dann sollen Sie bitte von dem Geld an die SIcherheit der Feuerwehrleute im Notfall denken. Die Feuerwehr wird es Ihnen danken!!!

    In diesem Sinne “GUT WEHR” und Allzeit Gute und Gesunde Heimkehr!!!

  10. Lieber Michael St.:
    Leider ist Dein Kommentar nicht ganz richtig. Photovoltaikmodule sind nicht extra so konstruiert, daß Schaum, Wasser oder Schutz daran haften bleibt. Es sind im Grunde ganz normale Glasplatten, die aufgrund ihrer Neigung nunmal Wasser oder Schaum abfließen lassen.
    Weiterhin ist bis jetzt in Deutschland kein einziger Fall dokumentiert, bei dem ein Feuerwehrmann einen Stromschlag von einem PV-Generator bekam. In Deinem zitierten Fall aus Rösrath wurde nachgewiesen, dass bei dem betreffenden Haus gar keine PV-Anlage installiert war! Warum der Kamerad trotz Abschaltung durch den Energieversorger einen Stromschlag bekommen hatte, ist ungeklärt. Ebenso liefert derzeit keine Photovoltaikanlage auf dem Dach eines Einfamilienhauses mehr als 1000 Volt. Meist sind es ca. 500-750 Volt. Und das auch nur bei vollem Sonnenschein zur Mittagszeit. Es ist nachgewiesenermaßen nicht möglich, mit Einsatzstellenscheinwerfern eine wirklich gefährliche Gleichspannung zu erzeugen. Man müsste schon sehr viele Scheinwerfer in kurzer Distanz zu den Modulen aufstellen. Das ist aber bei Einsätzen nicht der Fall. Technische Abschaltlösungen sind zwar wünschenswert, aber das nützt uns Feuerwehrleuten bei Altanlagen gar nichts. Was wir aber tun können ist uns umfassend zu Informieren und uns durch vernünftige Ausbildung und Information auf solche Einsätze vorzubereiten.

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