Notlage: Feuerwehr verpasst Pferd “Socken”

Köln (NW) – Im Einsatz ist erlaubt was funktioniert. Getreu diesem Motto konnten Feuerwehrleute am Dienstagabend einem gestürzten Pferd in Köln helfen. Das Tier war bei den Vorbereitungen für einen Martiniumzug ausgerutscht und kam alleine nicht wieder hoch. Anstatt einer aufwendigen Aktion mit technischen Gerät half dem Schimmel zuletzt aber eine simple, wenn auch außergewöhnliche Idee.

Vor einer Grundschule im Kölner Stadtteil Buchheim bereiteten Helfer den alljährlichen Martinsumzug vor. Höhepunkt ist der Sankt Martin, der den Umzug auf seinem Schimmel begleitet. Wallach “Campino” rutschte dann aber auf dem feuchten Kopfsteinpflaster aus und kam nicht wieder auf die Beine. Seine Hufeisen schlidderten immer wieder weg und schlugen sogar Funken.

Die Helfer riefen die Feuerwehr zu Hilfe. Die Löschgruppe Holweide sollte den Umzug sowieso begleiten. Von der Feuerwache Mülheim der Berufsfeuerwehr rückte Unterstützung an. Ein spezielles Pferdehebegeschirr wurde von der Feuerwache Weidenpesch auf den Weg geschickt.

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Mit Hilfe der von der Feuerwehr verpassten “Rutschsocken” kann Wallach “Campino” selber wieder aufstehen (Foto: Feuerwehr Köln)

Der Einsatzleiter vor Ort entschied sich dann aber für eine andere und weniger aufwendige Lösung. Er ließ dem Pferd Schutzdecken um die Hufe und Beine schnallen. Normalerweise werden diese Decken bei Verkehrsunfällen eingesetzt, um scharfe Kanten an Unfallfahrzeugen abzudecken. Mit den angenähten Klettverschlüssen konnten diese fest um “Campinos” Füße gewickelt werden. Der Vierbeiner wurde dann nochmal zum Aufstehen animiert und zur Begeisterung aller Anwesenden gelang es ihm tatsächlich mit seinen “Rutschsocken” sicher wieder auf die Beine zu kommen. Auf die Teilnahme am Umzug musste das Martinspferd dann aber doch verzichten.

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