Mess-Einsätze an deutschen Flughäfen

München/Frankfurt – Nach dem verheerenden Atomunglück in Japan bekommen nun auch deutsche Flughafenfeuerwehren die Auswirkungen zu spüren. An den Airports München und Frankfurt am Main werden aus Japan kommende Flugzeuge auf radioaktive Strahlung überprüft. In München konnte bislang in einem Fall geringe Strahlung nachgewiesen werden.

strahlenmessung-17032011Am Mittwoch konnte am Flughafen München eine leicht erhöhte Strahlung am Äußeren eines Flugzeuges durch die Flughafenfeuerwehr festgestellt werden. Die Maschine der Gesellschaft All Nippon Airways (ANA) wurde darauf genauer auch im Inneren untersucht, jedoch ohne weitere Feststellungen. Nachdem die entsprechenden Behörden informiert wurden, konnte die Maschine wieder Richtung Tokio starten.

Die Mitarbeiter der Flughafenfeuerwehren führen diese Vorsichtsmaßnahme in Schutzanzügen und mit Messgeräten ausgestattet durch. Bislang gebe es keine amtliche Anordnung für die Messungen. “Die Luftfahrtgesellschaften machen das freiwillig”, betonte der stellvertretende Pressesprecher der Fraport AG Wolfgang Schwalm gegenüber feuerwehrmagazin.de. Nach seinen Angaben werden pro Schicht vier von 51 Mitarbeitern der Flughafenfeuerwehr für die Messeinsätze bereitgestellt.

Täglich landen in Frankfurt fünf Passagiermaschinen und zwei Frachtmaschinen, die auf mögliche Strahlung untersucht werden. In Frankfurt misst man nur im Inneren der Flugzeuge, nachdem die Passagiere es verlassen haben. Ein Kontamination an der Außenhaut eines Fliegers würde während des Fluges von alleine wieder verschwinden, so Schwalm. Daher wird auf eine Messung der Flugzeughülle verzichtet. Bereits seit Sonntag werden in Frankfurt entsprechende Messungen durchgeführt. (Foto: Fraport AG)

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