Lkw fährt ins Stauende: Fahrer stirbt

Kalbe (NI) – Trotz Geschwindigkeitslimit, Stauwarnanlage und Warnbanner an den Autobahnbrücken der A 1 zwischen Hamburg und Bremen ist es am Montag in Höhe der Ortschaft Kalbe (Kreis Rotenburg) zu einem schweren Lkw-Auffahrunfall gekommen. Der Unfallverursacher starb dabei in seinem völlig zerstörten Fahrerhaus. Ein weiterer Lkw-Fahrer wurde schwer und zwei niederländische Kraftfahrer leicht verletzt.

Tödlicher Verkehrsunfall auf der A 1 bei Kalbe. Foto: Polizeiinspektion RotenburgNach bisherigen Ermittlungen der Autobahnpolizei gab es in Richtung Bremen kurz vor der Rastanlage Ostetal vor einer einspurig befahrbaren Baustelle einen kurzen Rückstau. Die mobile Stauwarnanlage zeigte dies mit “Achtung Staugefahr!” und gelbem Blinklicht deutlich an. Ein 64-jähriger Silo-Sattelzug-Fahrer aus Schleswig-Holstein, der Kiefernöl geladen hatte, fuhr nach Aussage einer Autofahrerin völlig ungebremst auf das Stauende zu und krachte vermutlich mit einer Geschwindigkeit von um die 80 km/h in einen niederländischen Sattelzug, der Cornflakes geladen hatte. Dieser wurde auf einen 7,5-Tonner-Lkw aus Kiel und dieser auf einen Sattelzug aus Borken geschoben. Auch ein Ford, dessen Fahrerin auf dem Überholfahrstreifen neben dem Unfallverursacher gefahren war, wurde von herumfliegenden Fahrzeugteilen beschädigt.

Der 64-Jährige starb noch an der Unfallstelle in seinem völlig zusammengeschobenen Fahrerhaus. Der Rettungsdienst transportierte 20-jährige niederländische Sattelzugfahrer und sein 23-jähriger Beifahrer wurden mit leichten Verletzungen zur Untersuchung in das Rotenburger Diakoniekrankenhaus gebracht. In dem Kieler Klein-Lkw einer Parkettfirma wurde der 49-jährige Fahrer schwer verletzt, er wurde noch vor Ort von einem Notarzt behandelt und ebenfalls in das Diako transportiert. Der 47-jährige Sattelzugfahrer aus dem Raum Borken und die Ford-Fahrerin blieben unverletzt. Insgesamt geht die Polizei in Sittensen von einem Sachschaden von weit über 100 000 Euro aus. Die Fahrbahn im Bereich der Unfallstelle wurde zudem durch ausgelaufenes Diesel und Kiefernöl verunreinigt und muss gereinigt werden. (Text und Foto: Polizeiinspektion Rotenburg)

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