Lkw-Fahrer fünf Stunden eingeklemmt

Bielefeld (NW) – Knapp fünf Stunden war ein Lkw-Fahrer auf der A 2 bei Bielefeld in seinem völlig zerstörten Fahrerhaus eingeklemmt, ehe er von der Feuerwehr befreit werden konnte. Der Fahrer des Viehtransporters war nach Polizeiangaben am Mittwoch gegen 13.15 Uhr ungebremst auf ein Stauende aufgefahren.

Rettungskräfte bemühen sich um den eingeklemmten Lkw-Fahrer. Foto: Andreas EickhoffWährend der stundenlangen Rettungsaktion startet der Rettungshubschrauber „Christoph 13“ an der Unfallstelle, um Bluttransfusionen aus dem Städtischen Kliniken Bielefeld-Mitte zu holen und zurück an die Einsatzstelle zu bringen. Gegen 18.15 Uhr konnte eine Rettungswagenbesatzung den Mann mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus bringen. “Eine Crashrettung war aufgrund der erheblichen Zerstörung nicht möglich”, berichtet Einsatzleiter Brandamtsrat Siegfried Niemann.

Gegen 13.15 Uhr war der Viehtransporter nach Polizeiangaben ungebremst und mit voller Wucht in das Stauende auf der A 2 kurz hinter der Anschlussstelle Ostwestfalen-Lippe aufgefahren. Der Aufprall beschleunigte einen stehenden, mit Stahl beladenen, Sattelzug auf 40 Stundenkilometer, berichtet die Polizei. Mit diesem Tempo drückte der Lastzug einen Passat zusammen, in dem eine 39-jährige Fahrerin und ihr fünfjähriger Sohn saßen. Der Passat wiederum schob sich in einen Mercedes, besetzt mit zwei Frauen und zwei Kindern.

Alle sechs Pkw-Insassen mussten  leicht verletzt in  Krankenhäuser eingeliefert werden. Der 29-jährige Fahrer des Sattelzuges blieb unverletzt. Makaber: Mehrere Schweine durchschlugen den Anhänger, sowie das Fahrerhaus und stürzten vor dem Sattelzug auf die Fahrbahn. Auch zwei Kühe durchschlugen die Ladewände des Viehtransporters und verendeten auf dem Asphalt. Mehrere entlaufene Tiere mussten eingefangen werden, zeitweise war dazu auch die Gegenfahrbahn gesperrt. (Text / Foto: Andreas Eickhoff)

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