Kran stürzt auf Wohnhaus

Wentorf (SH) – Böse Panne am Mittwochmorgen bei Bauarbeiten in Wentorf im Kreis Herzogtum Lauenburg: Dachdecker wollten gegen 9 Uhr Material mit dem Ladekran ihres Lasters auf ein Hausdach hieven. Doch das 18 Tonnen schwere Fahrzeug war nicht ausreichend abgestützt, gab nach und der Kran stürzte auf das Dach.

Kran stürzt auf Wohnhaus. Foto: Timo JannWeil sie sich nicht anders zu helfen wussten, riefen die Dachdecker aus Rotenburg an der Wümme die Feuerwehr um Hilfe. Mit vier Fahrzeugen rückten zunächst die Frauen und Männer der Wentorfer Wehr an. Sie baten dann Kameraden aus Reinbek um Hilfe, die mit einem Rüstwagen und einer Drehleiter anrückten. Doch schnell war klar: Diese Lage konnte die Feuerwehr allein nicht bewältigen.

“Wir mussten ausschließen, dass sich der Laster unkontrolliert bewegt”, erklärt Feuerwehrsprecherin Natascha Pätzold. Daraufhin beauftragten die Handwerker ein Bergungsunternehmen. Mit Hilfe eines Telekrans konnte der Laster schließlich nach zwei Stunden wieder auf die Räder gestellt werden.

“Wir hatten vor vier oder fünf Jahren schon einmal einen ganz ähnlichen Einsatz am Stadtpark”, erinnert sich Natascha Pätzold. Sie und ihre Kameraden nahmen noch ausgelaufenes Hydrauliköl auf und übergaben die Einsatzstelle später an die Handwerker und die Hausbesitzer. Der Dachstuhl des Hauses, das zurzeit umgebaut wird, hatte das Unglück ohne größeren Schaden überstanden.

Die Ursache des Malheurs war schnell gefunden: Die Dachdecker hatten eine Stütze des Lasters nicht seitlich ausfahren können. Sie setzten sie nur senkrecht ab, und das, ohne auf dem losen Boden eine Schutzplatte unterzulegen. Durch die hohe seitliche Last sackte diese Stützte schließlich im Boden ein, als der rund 15 Meter lange Kranausleger über das Dach geschwenkt wurde. Wie in Zeitlupe krachte der Kran daraufhin auf das Haus. (Text und Foto: Timo Jann)

Ein Kommentar zu “Kran stürzt auf Wohnhaus”
  1. mediasupport

    Das ist ja eigentlich kein Einsatz für die Feuerwehr, denn es bestand weder Gefahr, dass der Kran weiter kippt, noch konnte die Feuerwehr den Wagen wieder aufrichten. Lediglich der Kranwagenfahrer brauchte die Hilfe von Feuerwehr und Rettungsdienst, er erlitt einen Schock und musste ins Krankenhaus transportiert werden. Es stellt sich daher die frage, ob die Dachdeckerfirma durch den Notruf bei der Wehr die Bergungskosten sparen wollte. Wann ist die öffentliche hand gefordert, wann ist es Privatsache? Bewegte Bilder vom Einsatz gibt’s im Videobericht auf http://www.bergedorf.tv .

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