Katzenbaby überlebt Küchenbrand

Nordhorn (NI) – Katze gerettet, Tierhalterin überglücklich – die positive Seite eines Küchenbrandes am Freitagabend in Nordhorn (Grafschaft Bentheim). Die Bewohnerin hatte das Tierbaby in der Wohnung zurücklassen müssen und das Schlimmste befürchtet.

„Küchenbrand in der Povelstraße, Personen noch im Gebäude“, lautete am Freitagabend um 20.10 Uhr die Durchsage der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle für die Freiwillige Feuerwehr Nordhorn. Innerhalb weniger Minuten rückte ein Löschzug bestehend aus Kommandowagen (KdoW), Löschgruppenfahrzeug (LF 20/16-1), Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 20/16), Hubrettungsbühne (HRB 32) sowie einem Rettungswagen des DRK aus.

Gerettet, aber noch mit skeptischem Blick: Das Katzenbaby auf dem Arm eines Atemschutzgeräteträgers. Foto: KonjerAn der Einsatzstelle angekommen, begannen die Einsatzkräfte umgehend alle Bewohner aus dem Acht-Familien-Haus zu evakuieren. Brandort war eine Wohnung im zweiten Obergeschoss, die war Tür geschlossen, die Bewohnerin bereits im Freien. Unter Atemschutz ging ein Trupp in die Brandwohnung vor. Ein Nachbar hatte bereits mit einem Pulverfeuerlöscher das Feuer in der Küche weitestgehend gelöscht. Von der Feuerwehr konnten somit Brandnester und diverse Kleidungsstücke schnell abgelöscht werden. Mit einem Überdrucklüfter wurden das Treppenhaus und die völlig verqualmte Wohnung belüftet.

Doch die junge Bewohnerin der Brandwohnung war in Tränen aufgelöst. Sie hatte ihr wenige Tage altes Katzenbaby in der Wohnung zurücklassen müssen und befürchtete nun das Schlimmste. Umgehend suchte ein Trupp in der Wohnung nach der Katze. Ein der Feuerwehr sehr nahe stehender Pressephotograph, der die Einsatzdokumentation übernommen hatte, fand das völlig verängstigte kleine Tier schließlich unter dem Sofa im Wohnzimmer der Wohnung und übergab es den Einsatzkräften. Überglücklich nahm die Besitzerin das Katzenbaby in Empfang.

Nach ersten Ermittlungen der Polizei hatte die 19-jährige Mieterin der Wohnung eine Kochplatte des Herdes angestellt um ein Essen zu erwärmen. Bekleidung die neben und auf dem Herd lag geriet dadurch in Brand. Die Brandwohnung war vorübergehend nicht mehr bewohnbar. Der Sachschaden wird auf etwa 1.000 Euro geschätzt. (Text und Foto: Stephan Konjer)

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