Insekteneinsatz wird zur Lebensrettung

Düsseldorf – Zwei Kollegen der Feuerwehr Düsseldorf sind bei einem vermeintlichen Kleineinsatz zu indirekten Lebensrettern geworden. Die Männer waren eigentlich ausgerückt, um ein Hornissennest neben einem Wanderweg in Augenschein zu nehmen. Doch am Ende ging es um das Leben eines Mannes, der nach mehreren Insektenstichen einen lebensgefährlichen Schock erlitten hatte.

Der Einsatz begann harmlos: Zeugen hatten das Nest nahe des Unterbacher Sees gemeldet. Die Besatzung eines Kleineinsatzfahrzeuges entdeckte das Hornissennest am Rande eines Wanderweges. “Da wir diese Tiere nicht vernichten sperrten die Feuerwehrmänner den unmittelbaren Gefahrenbereich ab und informierten über die Feuerwehrleitstelle einen Sachkundigen der sich um das Nest kümmern soll”, teilte Dieter Seiter vom Pressedienst der Feuerwehr Düsseldorf mit.

Genau zu diesem Zeitpunkt machten Passanten die beiden Beamten auf ein Ereignis einige Meter weiter aufmerksam. Ein 59 Jahre alter Mann aus Erkrath lag in einem Schockzustand auf dem Boden. Der Zustand war zu diesem Zeitpunkt schon bedrohlich. Sofort alarmierten die Helfer über Funk einen Rettungswagen und Notarzt. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes versorgten und betreuten die erfahrenen Feuerwehrmänner den Patienten.

Da bei der Feuerwehr Düsseldorf alle Einsatzkräfte auch als Rettungsassistent ausgebildet sind, war der Mann bis zum Eintreffen des Notarztes in guten Händen. Durch die schnelle Medikamentengabe durch den eingetroffenen Notarzt konnte der kritische Zustand des Mannes deutlich verbessert und mit einem Rettungswagen der Feuerwehr ins Krankenhaus transportiert werden. Zu dem lebensbedrohlichen Zustand kam es durch den anapylaktischen Schock nach vier Hornissenstichen im Kopfbereich.

Die Polizei übernahm die Absperrmaßnahmen und wartete das Eintreffen eines Sachverständigen ab.

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