Hannover: Großbrand zerstört Hallen

Hannover (NI) – In der Nacht zu Dienstag meldete eine automatische Brandmeldeanlage einen Brand in der Lagerhalle eines kunststoffverarbeitenden Betriebes in Hannover-Vinnhorst. Das Feuer entwickelte sich schnell zu einem Großbrand und griff auf eine benachbarte Halle in Leichtbauweise über.

Die Alarmierung der Berufsfeuerwehrwache 2 und der Freiwilligen Feuerwehr Vinnhorst erfolgte gegen 2.15 Uhr. Die ersteintreffenden Einsatzkräfte stellten bei der Erkundung fest, das in der Halle Polyethylenplatten brannten. Umgehend wurden weitere Kräfte nachalarmiert.

Da die Hitzeentwicklung bereits so enorm war, konzentrierte sich die Feuerwehr zunächst auf den Schutz eines angrenzenden Produktionsgebäudes, mit Erfolg. Das Objekt konnte vor den Flammen bewahrt werden. Für eine Lagerhalle für Recyclingmaterial auf einem Nachbargrundstück verlief der Brand jedoch weniger glimpflich. Starker Wind sorgte für Funkenflug, der die in Leichtbauweise errichtete Halle in Brand setzte. Das Gebäude wurde komplett zerstört. Auch ein Verwaltungsgebäude nahm durch die starke Hitzestrahlung Schaden.

Millionenschaden entstanden

Um den massiven Löschwassereinsatz sicher zu stellen, richtete die Hannoveraner Feuerwehr am ein Kilometer entfernten Mittellandkanal eine leistungsstarke Wasserentnahmestelle ein. Über eine Schlauchleitung förderte die Feuerwehr bis zu 6.000 Liter pro Minute zur Einsatzstelle.

Anwohner wurden vorsichtshalber per Rundfunkdurchsagen zum Schließen der Fenster aufgefordert. Schadstoffmessungen hatten jedoch keine bedenklichen Werte ergeben. Nach rund vier Stunden waren die brennenden Gebäude gelöscht. Die insgesamt 165 Einsatzkräfte konnten den Einsatzort nach und nach verlassen. Der Schaden wird auf 2,5 Millionen Euro geschätzt. Die Polizei nahm die Ermittlungen zur Brandursache auf.

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