Großeinsatz: Vergiftete Brötchen gegessen?

Steinfeld (NI) – Giftanschlag oder nur ein Scherz? Ein Großeinsatz beschäftigte Rettungskräfte aus dem Landkreis Vechta am Dienstagnachmittag. Mitarbeiter eines Steinfelder Unternehmens hatten durch den Verzehr von Brötchen eine bislang unbekannte Substanz eingenommen – die möglicherweise giftig sein könnte.

Rettungsdienst-Notarzt. Symbolfoto: Thomas WeegeAm Morgen hatte ein Unbekannter vor der Tür des Unternehmens einen Karton mit belegten Brötchen abgestellt. Auf dem Karton befand sich ein Schriftsatz, dem zu entnehmen war, dass die Brötchen ein Geschenk seien. Gut 25 Mitarbeiter des Unternehmens bedienten sich dann an diesem “Geschenk”. Im Laufe des Nachmittags bemerkten Angestellte auf diesen Brötchen eine seltsame Substanz. Dabei konnte nicht ausgeschlossen werden, dass es sich um einen giftigen Stoff handeln könnte.

Elf Personen begaben sich freiwillig in umliegende Krankenhäuser. Zeitgleich begann ein Großeinsatz für Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei.  Am Einsatz waren rund 150 Einsatzkräfte beteiligt, unter anderem von einer Schnelleinsatzgruppe. Mit Unterstützung des betroffenen Unternehmens haben die Kräfte bis Dienstagabend weitere neun Betroffene ausfindig gemacht. Diese insgesamt 20 Personen wurden stationär in den Krankenhäusern Damme, Lohne, Diepholz und Vechta zur Beobachtung aufgenommen. Keine Person zeigte bislang Krankheitssymptome. Die Personen sollen vorsorglich längere Zeit ärztlich beobachtet werden.

Aktuell sucht die Polizei noch weitere Personen, die von diesen Brötchen gegessen haben. Die Beamten haben die restlichen Brötchen sichergestellt. Ein Polizeihubschrauber hat eine Probe des bislang unbekannten Stoffes in ein Berliner Insititut geflogen. Die Untersuchungen haben noch am Dienstagabend begonnen, ein Ergebnis liegt noch nicht vor. (Symbolfoto: Thomas Weege)

11 Kommentare zu “Großeinsatz: Vergiftete Brötchen gegessen?”
  1. bestimmt kindische Rache..aber strafbar!
    den Betroffenen Gute Besserung!

  2. V.Clemens

    Mit verlaub: Selbst schuld.
    Mir haben meine Eltern beigebracht, nichts von Fremden oder gefundenes zu Essen, und ich halte es mit meinen Kindern genauso

  3. @Clemens: dumm?
    Also auf dem Land ( dort wo noch persönlicher Kontakt gepflegt wird und nicht jeder an sich denkt) ist sowas völlig normal , dass mal Brötchen für eine Firma abgegeben werden. Schlimmer ist doch das man mittlerweile jedem Mitbürger gleich was schlechtes unterstellt !

  4. @Horst: Auf dem Land werden Brötchen aber sicherlich auch persönlich abgegeben und nicht einfach vor die Tür gestellt.
    Wie Clemens schon sagt: Selbst schuld…

  5. Stefan Marburg

    In einem der Berichte einer seriösen örtlichen Zeitung stand aber, dass diese Vorgehensweise bedingt durch unterschiedliche Schichtzeiten dort üblich ist.
    Aus meiner Sicht nicht selbst Schuld, wenn das übliche Betriebspraxis war. Daher finde ich dies eine bodenlose Schweinerei gegenüber den Betroffenen

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