Großbrand: Sieben Patienten durch Rauch

Munderkingen (BW) – Sieben Menschen musste der Rettungsdienst nach einem Brand in einer Obermarchtaler Firma (Alb-Donau-Kreis) ins Krankenhaus bringen. Darunter ein Mann mit Symptomen einer Rauchgasvergiftung, die sechs anderen wurden vorsorglich wegen Verdachts auf Rauchgasvergiftungen beobachtet. Der Sachschaden geht nach einer ersten Schätzung in die Hunderttausende.

Großbrand in Obermarchtal. Foto: Oskar EybKurz nach 12 Uhr hatten am Dienstag Mitarbeiter den Brand in einer Lagerhalle eines kunststoffverarbeitenden Betriebs entdeckt und die Feuerwehr verständigt. Die Feuerwehren Ober- und Untermarchtal, Ehingen, Ulm und Riedlingen rückten mit rund 130 Helfern aus. Die erste Befürchtung, dass noch zwei Menschen in dem Gebäude sein könnten, bestätigte sich nicht. Die Feuerwehr hatte unter Atemschutz nach ihnen gesucht, bis klar war, dass auch sie sich im Freien aufhielten.

Kreisbrandmeister Harald Bloching veranlasste Messungen, um die Beschaffenheit der hoch aufsteigenden Rauchwolke zu überprüfen, die Richtung Norden zog. Dabei wurden keine gefährlichen Konzentrationen festgestellt. Auch die Feuerwehr in Münsingen wurde vorsorglich informiert, da der Rauch in diese Richtung zog. Feuerwehr und Polizei rieten vorbeugend über Rundfunk und Lautsprecher, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Gegen 15 Uhr war der Brand weitgehend gelöscht. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Ulm und der Kriminalpolizei Ehingen dauern an. Sie sollen Aufschluss über die Brandursache bringen. (Foto: Oskar Eyb)

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