Großbrand in Düsseldorf: Feuer in Mineralöllabor

Düsseldorf – Bei einem Großbrand in einem Düsseldorfer Mineralöllabor sind am Donnerstagvormittag zwei Frauen leicht verletzt worden. Die Chemikerinnen hatten für eine Qualitätsuntersuchung Benzin erhitzt. Dabei war es eine Stichflamme entstanden, zwei Laborräume gerieten in Brand. Der Schaden beträgt nach ersten Schätzungen mehrere Hunderttausend Euro.

Über 20 Notrufe liefen fast zeitgleich in der Feuerwehrleitstelle ein, teilte die Feuerwehr mit. Besorgte Anwohner und
Autofahrer hätten die Flammen aus dem dreigeschossigen Gewerbebetrieb gesehen. Die Fensterscheiben zerplatzten, kurze Zeit später standen die beiden Laborräume mit einer Gesamtgröße von 20 Meter Länge und etwa zehn Meter Breite im Vollbrand. Bereits auf der Anfahrt war die Rauchsäule zu sehen. Wegen der dramatischen Schilderungen der Anrufer rückte die Feuerwehr mit drei Löschzügen, einigen Sonderfahrzeugen sowie der Löschgruppe Umweltschutz der freiwilligen Feuerwehr aus.

Die beiden Chemikerinnen konnten noch rechtzeitig flüchten und standen bei Ankunft der Feuerwehr sichtlich unter Schock auf der Straße. Im darüberliegenden Stock befindet sich ein Künstleratelier, der Künstler konnte ebenfalls das Gebäude unverletzt verlassen. Sofort nahm die Feuerwehr die Suche nach weiteren gefährdeten Menschen auf. Weitere elf Angestellte verschiedener Firmen aus dem Gebäude mussten wegen des schädlichen Brandrauchs eine Zwangspause einlegen. Der Notarzt untersuchte alle Geretteten, ob sie zu viel Brandrauch inhaliert hatten. Ein Transport zum Krankenhaus war für keinen der Betroffenen erforderlich.

Parallel setzte der Einsatzleiter mehrere Strahlrohre für eine umfassende Brandbekämpfung ein. Das Feuer wurde schnell eingedämmt und war innerhalb von nur 30 Minuten unter Kontrolle. Etwa 100 Liter gelagerter Kraftstoff wurden durch die Stichflamme in Brand gesetzt. Der Brandrauch zog schnell ab, Schadstoffmessungen waren nicht mehr erforderlich.

Am Gebäude entstand ein erheblicher Sachschaden. Der Putz platzte wegen der enormen Hitze von den Wänden, die abgehängte Zwischendecke stürzte zu Boden, Fensterscheiben an der Außenwand zerbarsten. Die Laboreinrichtung und die Elektroinstallation verbrannten, Lüftungskanäle platzten, Messgeräte wurden zerstört. Die Kriminalpolizei wurde zur Brandursachenermittlung eingeschaltet.

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