Großbrand im Moor

Steimbke (NI) – Ein Großfeuer wütete am Samstag im Moor zwischen Steimbke und Lichtenhorst (Kreis Nienburg). Mehr als 170 Einsatzkräfte kamen bei dem Moorbrand zum Einsatz. Wertvolle Unterstützung bekamen die Helfer aus der Luft durch den Feuerwehr-Flugdienst des Landes Niedersachsen sowie durch einen Polizeihubschrauber.

Ein Großfeuer wütet in einem Moor im Kreis Nienburg/Weser. Die mehr als 170 eingesetzten Kräfte  erhielten Unterstützung vom Feuerwehr-Flugdienst und einem Polizeihubschrauber. (Foto: Polizei)Mittags gegen 13.30 Uhr meldete eine Anwohnerin eine Rauchentwicklung in dem rund zehn Hektar weitläufigen Moorgebiet. Das Moor wird dort als Torfabbaugebiet industriell genutzt. Umgehend wurde Großalarm für die Wehren der Samtgemeinden Steimbke und Heemsen, der Stadt Nienburg und den Orten Oyle, Buchholz und Uchte ausgelöst. Auch aus dem Nachbarlandkreis Soltau-Fallingbostel rückte Unterstützung aus Schwarmstedt und Rethem an.

Die Einsatzstelle war mit den Fahrzeugen nur schwer zu erreichen. Auch zu Fuß war es für die Löschkräfte mehr als schwierig, an den Brand zu gelangen. Teilweise versanken die Helfer bis zu den Knien im Morast.  Um sich vor dem Einsinken zu schützen, legten die Helfer an einigen Stellen Steckleiterteile aus. Mit einem Wechsellader konnte eine wasserdichte Mulde ins Moor gebracht werden, sie diente als Pufferbehälter, welcher mit Tanklöschfahrzeugen im Pendelverkehr aufgefüllt wurde. Ebenfalls wurden kilometerlange Schlauchleitungen zur Löschwasserversorgung verlegt.

Der Wind verhielt sich an dem Tag äußerst dynamisch und trieb das Feuer schnell voran. Dabei überwanden die Flammen sogar Wassergräben. Um die Lage ausführlich zu erkunden und die Mannschaften korrekt einweisen zu können, forderte die Einsatzleitung um Kreisbrandmeister (KBM) Bernd Fischer ein Flugzeug des Feuerwehr-Flugdienstes sowie einen Polizeihubschrauber an. Der KBM überflog in dem Hubschrauber die Einsatzstelle.

Die Feuerwehrleute konnten das Feuer auf einer Fläche von zirka 300 mal 400 Metern mit Feuerpatschen, Strahlrohren und teilweise unter Atemschutz nach knapp vier Stunden endgültig löschen. Wodurch das Großfeuer ausgelöst wurde ist noch nicht geklärt. (Foto: Polizei)

Ein Kommentar zu “Großbrand im Moor”
  1. Alice

    Ja es war schon ein sehr ansrengender Eisatz den wir da hatten.
    Zum glück hat es fast ganz ohne Probleme geklappt. Ein paar der Fahrzeuge sind eingesunken und mussten mit einem Trcker aus der Erde gezogen werden.
    Es waren laut meiner Information nicht 4 sonsdern 6,5 Stunden.
    Aber der Bericht ist sonst sehr gut geschrieben.

    Kameradschaftliche Grüße Alice von der Freiwilligen Feuerwehr Lichtenhorst

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