Frost beschert Feuerwehren viele Einsätze

Offenbach (HE) – Der Deutsche Wetterdienst (DWD) vermeldete die kälteste Nacht in diesem Winter. In der Nacht zu Sonntag wurden an vielen Messstationen in Deutschland sogar neue Kälterekorde aufgestellt. Im bayrischen Oberstdorf wurden unglaubliche -28,5°C gemessen. Das sibirische Hoch “Dieter” beschert den Feuerwehren zahlreiche winterliche Einsätze.

Einen heftigen Wasserschaden bescherte eine bei -20°C geplatzte Hauptwasserleitung einem Burghotel in Mais (Kreis Cham). Mehrere Technik- und Seminarräume sowie ein Fahrstuhlschacht standen im Untergeschoss unter Wasser. Zahlreiche Feuerwehren wurden alarmiert, um das Wasser abzupumpen. Um die Wasserversorgung des Hotels, und somit die Versorgung der Hotelgäste zu gewährleisten, bauten die Einsatzkräfte eine provisorische Wasserleitung mit neuen Feuerwehrschläuchen auf.

Einen kleinen Hund musste die Feuerwehr Rotenburg (Kreis Hersfeld-Rotenburg) aus der Fulda retten. Er war bei einem Spaziergang auf die Eisfläche gelaufen und eingebrochen. Ein Feuerwehrmann im Eisrettungsanzug konnte den Vierbeiner retten. Beiden wärmten sich im nahegelegen Feuerwehrhaus wieder auf.

Bei Graben-Neudorf (Kreis Karlsruhe) brach ein 62-jähriger Schlittschuhläufer im Eis ein. Obwohl die Einbruchstelle nur schwer zu erreichen war, gelang den Mitgliedern von Feuerwehr und DLRG gemeinsam die Rettung. Ein Taucher im Kälteschutzanzug sicherte den Mann bevor er in ein Schlauchboot gezogen werden konnte.

Weniger Glück hatten zwei Männer in Nettetal  (Kreis Viersen) und in Obersontheim (Kreis Schwäbisch Hall). Beide hatten sich mit Schlittschuhen auf zugefrorene Seen begeben, dessen Eis dem Gewicht der Männer nicht standhielt. Der Mann in Obersontheim konnte am Samstag nur noch tot geborgen werden. In Nettetal fehlt bisher jede Spur von dem Mann.

Mit besonderen widrigen Begleiterscheinungen der Kälteperiode mussten die Einsatzkräfte beim Brand eines Mehrfamilienhauses in Weiher (Breis Bamberg) kämpfen. Bereits in der Nacht zu Freitag stand der Dachstuhl des Haues vollständig in Flammen. Abgegebenes Löschwasser hüllte die Besatzungen zweier Drehleitern sowie die Leitersätze der Fahrzeuge in einen dicken Eispanzer ein. Auch auf der Straße bildete sich eine dicke Eisschicht. Ein Feuerwehrmann zog sich bei dem Einsatz eine Sprunggelenksverletzung zu. 

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