Frontalzusammenstoß fordert vier schwer Verletzte

Norden (NI) – Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 72 in Norden (Kreis Aurich) sind am späten Sonntagabend insgesamt sechs Menschen verletzt worden. Eine junge Frau musste aus ihrem Wrack befreit werden. Zu den vier schwer Verletzten zählt auch ein Kind. Insgesamt drei Rettungshubschrauber und mehrere Rettungswagen transportierten die Opfer in verschiedene Krankenhäuser. Ein Teddybär leistete besondere Hilfe bei der Verletztenversorgung.

Unfall-Norden-1-14-05-2013Ein mit drei Personen besetzter VW Tiguan befuhr die B72 in Richtung Emden. Wenige hundert Meter hinter einem Kreisverkehr kam dem Geländewagen ein VW Polo entgegen. In dem Kleinwagen saßen eine 17 Jahre altes Mädchen sowie ein junger Mann. Aus bislang ungeklärten Gründen prallten beide Fahrzeuge frontal zusammen. Der Zusammenstoß war so heftig, dass der Polo in einen Wildschutzzaun am Fahrbahnrand schleuderte. Die Beifahrerin wurde schwer verletzt eingeklemmt und musste von der Feuerwehr mit hydraulischem Rettungsgerät befreit werden. Alle anderen Opfer konnten ohne technische Maßnahmen mit Hilfe von den Einsatzkräften und Ersthelfern aus den Unfallfahrzeugen gelangen. Der Polo-Fahrer als auch die Beifahrerin des Tiguans, sowie die auf der Rückbank sitzende Neunjährige erlitten ebenfalls schwere Verletzungen.

Um die schwer Verletzten nach der Erstversorgung vor Ort in entsprechend der Verletzungsmuster geeignete Kliniken zu transportieren, forderte der Leitende Notarzt gleich drei Rettungshubschrauber an. Diese kamen aus Sanderbusch, Groningen (Niederlande) und Emden, wobei es sich bei letzterem um einen speziellen Hubschrauber für Rettungseinsätze in den Offshorewindparks in der deutschen Nordsee handelt. Die übrigen Verletzten konnten per Rettungswagen transportiert werden. Eine Ersthelferin erlitt einen Schock, auch sie begab sich zu einer ambulanten Behandlung in das Norder Krankenhaus.

Unfall-Norden2-14-05-2013Die Versorgung des kleinen Mädchens war für die Einsatzkräfte eine besondere Aufgabe. Das Leid des Kindes konnte durch einen Teddybären etwas gelindert werden. Einer der Feuerwehrleute fand ihn in dem Geländewagen und gab ihn dem jüngsten Opfer. So spendete er Trost und stand seiner Besitzerin in der schwierigen Situation bei. Ein weiterer Feuerwehrmann betreute sie während des gesamten Einsatzes und lenkte sie von den Geschehnissen am Einsatzort ab. Bis in den Behandlungsraum im Norder Krankenhaus leistete er, wie auch der Stoffbär, dem Mädchen seelischen Beistand. (Fotos: Thomas Weege)

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