Feuerwehr muss Leergut bergen

Escheburg (SH) – Den Gang ins Fitnessstudio können sich die Männer der Freiwilligen Feuerwehren aus Escheburg und Kröppelshagen (Kreis Herzogtum Lauenburg) vorerst sparen: An der Landstraße zwischen beiden Gemeinden landete am Donnerstagnachmittag gegen 14 Uhr ein 40-Tonner im Graben, der mit leeren Mineralwasserflaschen beladen war. Insgesamt acht Tonnen Leergut hatte der verunglückte Sattelzug geladen – mehr als 24.000 Glasflaschen.

Bergungseinsatz nach einem Unfall bei Escheburg. Foto: Timo JannDie Feuerwehrleute halfen den Mitarbeitern einer Bergungsfirma dabei, die Fracht auf einen Ersatzlaster umzuladen. Erst danach konnte der Laster durch den Einsatz von Spezialfahrzeugen wieder auf die Straßen gezogen werden.

Auf 30 Paletten hatte der Lastwagen jeweils 64 Kisten Mineralwasser geladen, die leeren Pfandflaschen sollten zum Abfüllwertk.Leider waren alle Flaschen leer, so dass wir uns zur Erfrischung selbst Getränke aus dem Gerätehaus holen mussten”, scherzte ein Feuerwehrmann. Denn der Umlade-Einsatz war äußerst schweißtreibend und zog sich über zwei Stunden hin. Die Wehren waren mit zwei Mehrzweckfahrzeugen und drei Löschgruppenfahrzeugen an der Einsatzstelle.

Warum der Fahrer des DAF auf dem Weg Richtung Norden rechts von der Straße abgekommen war, ist noch unklar. Er wurde bei dem Unfall zum Glück nur leicht verletzt. Die Polizei musste die Landstraße zwischen den Bundesstraßen 5 und 207 während der Bergungsarbeiten mehrere Stunden voll sperren. Schaden: 25.000 Euro

Ein Kommentar zu “Feuerwehr muss Leergut bergen”
  1. Leser

    Seit wann ist das eigentlich Aufgabe der Feuerwehr Ladung zu bergen die nicht als Gefahrgut deklariert ist? Und dann fragen sich viele noch immer warum Arbeitgeber kein Verständnis für Feuerwehrmitglieder aufbringen und mit Kündigung drohen.

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