Feuer in Bremen: Postbote rettet Bewohnerin

Bremen – Am Dienstagvormittag zerstörte ein Brand ein Wohnhaus im Bremer Ortsteil Lehesterdeich. Ein Postbote und eine Nachbarin retteten die 82-jährige Bewohnerin aus dem brennenden Flachdachgebäude.

Der Postbote entdeckte den Brandrauch bei seiner Tour. Als die Nachbarin sagte, dass die bettlägrige Hausbewohnern vermutlich noch im Gebäude sei, entschlossen sich die beiden, in das Gebäude vorzugehen. Sie bahnten sich den Weg durch den Brandrauch und retteten gemeinsam die ältere Dame ins Freie. Der leicht verwirrte Ehemann der Bewohnerin hatte sich vorher bereits aus dem Gebäude begeben.

Wohnhaus ausgebrannt. Foto: Feuerwehr BremenUm 10.58 Uhr ging der Notruf in der Bremer Feuerwehr- und Rettungsleitstelle ein. Daraufhin wurden Kräfte der Berufsfeuerwehrwachen 1 und 2, des Rettungdienstes sowie der Freiwilligen Feuerwehr Lehesterdeich alarmiert. Als die Feuerwehr eintraf, stand das Gebäude im vorderen Bereich bereits in Vollbrand. Zwei Trupps unter Atemschutz bekämpften das Feuer im Innenangriff, ein weiterer Trupp unter Atemschutz führte die Brandbekämpfung von aussen durch.

Bei den Löschmaßnahmen nahmen die Feuerwehrleute große Teile der Deckenverkleidung im Gebäude und Teile der Dachhaut auf. Nach über einer Stunde meldete der Einsatzleiter “Feuer aus”. Das Gebäude wurde anschließend mit Hilfe eines Überdruckbelüftungsgerätes entraucht.

Drei Personen musste der Rettungsdienst wegen Rauchgasvergiftungen und Kreislaufproblemen versorgen. Die 82-Jährige kam zur weiteren Behandlung in ein Bremer Krankenhaus.

Die Brandursache ist noch ungeklärt. Die Kriminalpolizei nahm die Ermittlungen auf. Es enstand ein Schaden von zirka 125.000 Euro.

Am Abend waren die Kräfte der Feuerwehr Bremen dann nochmal bei einem großen Brand gefordert. Gegen 20.40 Uhr rückten die Feuerwachen 1 und 4 sowie die Freiwilligen Feuerwehren Neustadt und Arsten zu einem Feuer in einer Kfz-Werkstatt aus.

Beim Eintreffen der Feuerwehr erhielten die Kräfte die Information, dass sich noch eine Person in der Werkstatt befinden könnte. Sofort gingen drei Trupps unter Atemschutz zur Menschenrettung vor. Die in dem Gebäude vermutete Person meldete sich jedoch wenig später bei der Polizei.

So ging die Feuerwehr zur Brandbekämpfung über. Unter anderem setzte sie zwei Wenderohre von zwei Drehleitern für die Löschmaßnahmen ein, denn das Feuer hatte sich bereits auf die Dachkonstruktion ausgebreitet.

Auch hier nahm die Kriminalpolizei die Ermittlungen zur Brandursache auf. Der entstandene Schaden wird auf zirka 75.000 Euro geschätzt.

(Quelle: Feuerwehr Bremen)

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