Fettexplosion, Mädchen verletzt

Hannover – Eine 15-Jährige erlitt am Montag in Hannover Verbrennungen und eine Rauchgasvergiftung. Das Mädchen hatte versucht, einen Fettbrand mit Wasser zu löschen. Der zur Familie gehörende Kater wurde ebenfalls durch Rauchgas verletzt.

Um 14.27 Uhr meldete die 15-Jährige selbst den Küchenbrand im Stadtteil Hannover-Mitte. Sie berichtete, dass es nach dem Versuch, einen brennenden Topf mit Wasser zu löschen, zu einer schlagartigen Brandentwicklung gekommen sei. Daraufhin alarmierte der Leitstellendisponent den Löschzug der Feuer- und Rettungswache 1 sowie Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeug.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte war die Jugendliche bereits ins Freie geflüchtet. Beim Löschversuch hatte sie sich Verbrennungen zweiten Grades an den Händen sowie am Hals zugezogen. Zudem erlitt sie eine Rauchgasintoxikation. Nach der Versorgung durch eine Notärztin vor Ort transportierte die Feuerwehr das Mädchen unter ärztlicher Begleitung zur weiteren Behandlung in das Kinderkrankenhaus auf der Bult.

Zur Brandbekämpfung ging ein Trupp unter Atemschutz in die Wohnung vor. Die Fettexplosion hatte die Dunstabzugshaube sowie weitere Einbauschränke der Küche in Brand gesetzt. Das Feuer konnte schnell gelöscht und auf die Küche begrenzt werden. Eine Rauchausbreitung in den Treppenraum verhinderten die Einsatzkräfte mit einem mobilen Rauchverschluss. “Weitere Bewohner waren zu keinem Zeitpunkt gefährdet”, heißt es in einer Pressemitteilung der Feuerwehr Hannover.

Im weiteren Einsatzverlauf fingen die Einsatzkräfte den zur Familie gehörenden Kater in der Brandwohnung ein. Auch er erlitt eine Rauchgasvergiftung. Der Tierrettungswagen brachte ihn in die Tierärztliche Hochschule Hannover.

Im Einsatz waren insgesamt 21 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst. Der Schaden beträgt nach ersten Schätzungen etwa 20.000 Euro.

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Über die Gefahren einer Fettexplosion hat die Hamburger Feuerwehr in einer Pressevorführung informiert. Das eindrucksvolle Video dazu findet Ihr auf unserer Seite rtntvnews unter dem entsprechenden Stichwort!!

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  2. Das zeigt mal wieder das die Brandschutzaufklärung der Feuerwehr vielleicht nicht nur bei der Arbeit oder in Kindergärten, sondern auch mal in den weiterführenden Schulen ( Hauptschule; Realschule; Gymnasium; Berufschulen) durchgeführt werden sollte bei den Jugendlichen…

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  3. Immer wieder das alte Thema. Der Artikel veranschaulicht eindrucksvoll, daß wir auch wirklich keine Gelegenheit verstreichen lassen sollten, so viele Menschen wie möglich vor solchen Gefahren zu warnen.
    Was haben die beiden in der Wohnung doch Glück gehabt!

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