Falschparker: Kein Durchkommen für LRF

Essen (NW) – Am Freitagvormittag erreichte ein Notruf die Leitstelle der Feuerwehr Essen: Gemeldet wurde eine bewusstlose Person in einem Jugendheim. Wie vorgesehen rückten ein Löschrettungsfahrzeug (LRF) und ein Notarztwagen (NAW) aus. Die Fahrt des LRF endete abrupt – wegen eines gedankenlosen Falschparkers, der sich zudem als reichlich beratungsresistent erwies.

Löschrettungsfahrzeug (LRF) der Feuerwehr Essen. Foto: HegemannEin Miet-Lkw war links auf einer Straße abgestellt worden, rechts parkten – erlaubt – andere Fahrzeuge auf markierten Flächen. Keine Chance für den Fahrer des Rettungswagens, durch die verbleibende Lücke hindurch zur Einsatzstelle zu kommen. “Auch ein Sprinter wäre da nicht durchgekommen”, berichtet Pressesprecher Mike Filzen gegenüber feuerwehrmagazin.de. Das Martinshorn lief, nichts passierte, kein Fahrer weit und breit. Kurz entschlossen schnappen sich die Männer Rettungsrucksack und medizinisches Gerät und sprinteten die restlichen 100 Meter zur Einsatzstelle, um den Patienten zu versorgen.

Der dritte Mann des LRF (Foto) musste am Fahrzeug bleiben. Schließlich erschien der Lkw-Fahrer (“Ich habe nichts gehört!”), versetzte den Brummi, der Rettungswagen konnte passieren. Doch der LRF-Fahrer erkannte im Rückspiegel, wie der Lkw anschließend wieder in die Ausgangsposition zurückrangiert wurde. Für den nachrückenden NAW ebenfalls ein Hindernis.

Nachdem der Patient medizinisch versorgt worden war, erfolgte die überfällige Belehrung des Lkw-Fahrers. Immerhin: Der setzte sich nun in Bewegung und stellte sein Fahrzeug in einer anderen Straße ab.  (Foto: Jan-Erik Hegemann)

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4 Kommentare zu “Falschparker: Kein Durchkommen für LRF”
  1. Peiner41

    es sollte in jeder Feuerwehr ein Fahrzeug mit einem Räumschild geben, um Falschparker oder andere Verkehrsteilnehmer, die das durchkommen der Einsatzfahrzeug behindern aus dem Weg schieben können !!! Ohne Rücksicht auf Verluste !!!

  2. @ Peiner41: Das würde dann aber, in den meisten Fällen, voraussetzen, dass man vorher von dem Parksünder wüßte…

  3. Gegen solche Leute sollte man Geld/Freiheitsstrafen oder gar bei verstorbenen Verletzten (Personen die gerettet hättet werden können)mit Haftstrafen belegen!
    und alle nochmal in die Fahrschule schicken!

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