Elektrofachmarkt erneut abgebrannt

Wittmund (NI) – Innerhalb von nur zehn Monaten ist ein großer Elektrofachmarkt in Wittmund (Kreis Wittmund) gleich zwei Mal durch einen Großbrand zerstört worden. Am Sonntagvormittag stand der neu errichtete und vor wenigen Monaten wieder eröffnete Markt in Brand. Die freiwilligen Feuerwehren erhielten bei der Brandbekämpfung Unterstützung von zwei Flughafenlöschfahrzeugen der Bundeswehrfeuerwehr. Dies hatte sich schon beim ersten Brand bewährt.

Am 09. August 2012 war die Filiale einer großen Handelskette während der Öffnungszeit in Brand geraten. Die Flammen breiteten sich rasend schnell aus. Innerhalb weniger Minuten stand der Markt vollständig in Flammen. Alle Kunden und Mitarbeiter konnten sich in Sicherheit bringen. Für die Feuerwehren aus der Umgebung bedeutete dies ein Großeinsatz, der bis zu diesem Wochenende seines Gleichen suchte.

Symbolfoto: PatzeltSonntagvormittag standen die Wittmunder Feuerwehrleute wieder an derselben Stelle, wie auch vor zehn Monaten. Wieder stand die in blechbauweise errichtete Halle in Brand. Erst vor etwa drei Monaten hatte der XXL-Markt seine Neueröffnung gefeiert. Wieder waren über 150 Einsatzkräfte vor Ort um den Großbrand zu bekämpfen. Auch die Fliegerhorstfeuerwehr vom Jagdgeschwader JG 71 “Richthofen” kam zum Einsatz. Deren Flughafenlöschfahrzeuge galten schon beim ersten Brand mit ihrer großen Wurfweite und Schaummittelvorräten als wertvolle Einsatzmittel. Der massive Löschwassereinsatz zeigte Wirkung, denn diesmal brannte der Markt nicht vollständig ab. Nach nur drei Stunden war das Feuer gelöscht. Die Blechwände des Gebäudes bereiteten den Einsatzkräften mühevolle Arbeit. Die Wände mussten geöffnet werden, um überhaupt einen wirkungsvollen Löschangriff vornehmen zu können.

Das Geschäft hätte am Sonntag eigentlich am Mittag für einen verkaufsoffenen Sonntag in der Stadt öffnen sollen. Daraus wurde nichts. Stattdessen kamen zahlreiche Schaulustige, die durch die weithin sichtbare Rauchwolke angelockt wurden.

Als Brandursache ermittelte die Polizei im vergangenen Jahr einen technischen Defekt. Nach dem jüngsten Brand laufen die Ermittlungen in die ähnliche Richtung. Eine Zwischendecke, in der Kabel für die Leuchtreklame und die auf dem Dach installierte Photovoltaikanlage verlegt sind, wird bislang als Brandausbruchsstelle vermutet. Der Schaden wird in die Millionen gehen. Nach Angaben der Versicherung hat die Regulierung des ersten Brandes vier Millionen Euro gekostet.

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