Einschulungsgäste behindern Feuerwehreinsatz

Walsrode (NI) – Gäste einer Einschulungsfeier haben in Walsrode (Heidekreis) einen Feuerwehreinsatz behindert, weil sie – einer entsprechenden Beschilderung zum Trotz – ihre Autos auf den Parkplätzen am Feuerwehrhaus abgestellt hatten. Die anrückenden Einsatzkräfte hatten dadurch keinen Platz, um ihre Privatwagen abzustellen. Die Feuerwehrleute mussten in zweiter Reihe parken, oder ihre Wagen in weiterer Entfernung abstellen.

Um 11.54 Uhr ertönten am Samstag die Meldeempfänger der Freiwilligen Feuerwehr Walsrode. Die automatische Brandmeldeanlage eines Seniorenwohnheims hatte Alarm ausgelöst. Die Kameraden ließen wie üblich alles stehen und liegen, um dann zum Feuerwehrhaus zu eilen. Zu diesem Zeitpunkt liefen in der gegenüber vom Feuerwehrhaus befindlichen Grundschule die Feierlichkeiten einer Einschulung.

Download-Tipp:

Die Feuerwehrleute, die sich mit dem Pkw auf den Weg machten, hatten schon auf der Anfahrt erste Probleme. An der Straße zur Feuerwehrunterkunft parkten mehrere Autos der Einschulungsgäste. Diese waren nach Angaben der Feuerwehr zwar ordnungsgemäß abgestellt, engten die Fahrbahn aber trotzdem ein. Die Einsatzkräfte mussten daher erhöhte Vorsicht bei der Passage der Engstellen walten lassen, besonders weil sie wussten dass dort wegen der Einschulung auch vermehrt kleine Kinder unterwegs waren.

Soltau-Falschparker-09-09-2015
Mehrere Falschparker stehen auf für Feuerwehrleute im Einsatz reservierte Parkplätze am Feuerwehrhaus Walsrode. Foto: Feuerwehr Walsrode

Am Hof der Feuerwehr angekommen, ging dann aber nichts mehr. Die Parkplätze an den Fahrzeughallen waren ebenfalls belegt, aber nicht wie eigentlich gedacht von Feuerwehrleuten, sondern ebenfalls von Gästen der Schulveranstaltung – und das obwohl Schilder eindeutig darauf hinweisen, dass die Flächen für die Feuerwehr im Einsatz reserviert sind. So mussten die Feuerwehrleute ein Stück weiter fahren um dort die Autos abstellen und dann wieder zurück zu laufen.

Glücklicher Umstand: bei dem Alarm handelte es sich letztlich um einen Fehlalarm, sodass die Verzögerungen in diesem Fall zu verschmerzen waren.

Die Feuerwehr Walsrode appelliert dennoch in einer Pressemitteilung an die Vernunft der Autofahrer und weist darauf hin, dass auch “nur mal eben kurz” schon zu lang sein kann, wenn genau in diesem Moment die Feuerwehr alarmiert wird.

7 Kommentare zu “Einschulungsgäste behindern Feuerwehreinsatz”
  1. einfache Sache, Knöllchen wegen Falschparken, bzw der örtliche Abschlepper hat nen Auftragsboom. Hart durchgreifen ist das einzige was hilft

  2. Hans Guenter

    ich sage nur grob fahrläßig , so viel blinde auf einmal geht doch eigendlich nicht dürfen die überhaupt auto fahren

  3. M Brodersen

    Ja, hart durchgreifen! So eine Einschulung ist ja noch “mal eben kurz”…. Das sollte so geahndet werden, wie das Parken auf Behindertenplätzen, mindestens… Und in diesem Falle wäre Abschleppen ein schöner Lernefekt….

  4. Ganz einfach.
    Die Nummerschilder sind bekannt,
    einen Monat Führerschein weg wegen Behinderung von Einsatzkräften.
    Dazu eine saftige Geldstrafe.

  5. Wenn die Parkplätze mal vernünftig beschildert wären, hätte es den Tag eventuell anders ausgesehen.
    Das oberste Schild ist kein Verkehrszeichen nach StVO, sondern nur ein freundlicher Hinweis.
    Das Mittlere ist ein, in der eigentlich gedachten Bestimmung, nicht zulässiges Zusatzzeichen.
    Und das unterste Schild sagt aus, dass sich das ganze falsch ausgeschilderte Martyrium irgendwo links befindet.
    Die ganze Parkgeschichte ist nicht in Ordnung, allerdings sollte die Stadt schon mal die richtigen Schilder an die richtigen Stellen buddeln.

  6. Christian

    Meine Empfelung:

    1. Strafzettel wegen Falschparkens.
    2. Abschleppen auf Kosten der Fahrzeughalter.
    3. Geldstrafe wegen behinderung von Einsatzkräften.

    Nur so lernen solche Leute es.
    Ich meine einer allein kann ein Schild vielleicht übersehen, aber nicht so viele.

    Was das angeht bin ich ja nur froh das wir an unserer Wache einen gesonderten Parkplatz für bis zu 20 PKWs haben der durch eine Schranke abgetrennt ist die sich nur im Einsatzfall oder zu Übungsabenden öffnet.

  7. Leider wieder die üblichen Kommentare zur möglichen Strafen vorbei an den rechtlichen Bestimmungen.
    Auch ich sehe zunächst die rechtliche Unwirksamkeit der Beschilderung. Sie wäre aber gültig, wenn es sich um Privatgelände, also außerhalb der Gültigkeit der StVO, handeln würde.
    Trotzdem aber auch ein typisches Bespiel unserer Nur-an-sich-denkenden Verkehrsteilnehmer. Ich jedenfalls hätte mich nicht dahin gestellt.

    Mich erinnert das an besonders gekennzeichnete Parkplätze auf dem Gelände von Discountern für Käufer mit Kinderwagen. Genauso nicht bindend, aber die nette Bitte um sozial gerechtfertigte Rücksichtnahme. Wer parkt da wohl? Jeder andere.

Hinterlasse einen Kommentar

Das könnte dich auch interessieren: