Brandstiftung: 150 Ziegen verenden im Stall

Vaihingen (BW) – Unbekannte Brandstifter haben in der Nacht zu Donnerstag ein Stallgebäude in Vaihingen an der Enz (Kreis Ludwigsburg) in Brand gesetzt. 150 Burenziegen verloren bei dem Großfeuer ihr Leben. Schüler hatten das Feuer entdeckt und sahen den oder die vermeintlichen Täter mit einem Auto flüchten.

Die Abiturienten hatten sich in der Nähe des Stallgebäudes zum Grillen getroffen. Gegen 0.40 Uhr wurde die Schülergruppe auf eine starke Rauchentwicklung aufmerksam. Sie benachrichtigten die Feuerwehr und fuhren mit einem Auto zu dem Ziegenstall. Dort angekommen sahen sie, wie ein Pkw-Kombi mit runden Rückleuchten von dem Grundstück wegfuhr. Den Zeugen gelang es noch zwei Hunde aus dem Stall zu retten. Neben den Ziegen verbrannte auch ein Trecker mit einem Faßanhänger.

Obwohl die Feuerwehr mit einem Aufgebot von fast 80 Einsatzkräften anrückte, konnte sie den Totalverlust der rund 800 Quadratmeter großen hölzernen Halle nicht mehr verhindern. Auch für die 150 Ziegen, von denen 90 noch Lämmer waren, gab es keine Rettung mehr. Den Schaden durch den Tod der Tiere beziffert der Züchter auf zirka 45.000 Euro. Hinzu kommt eine Schadenssumme von 100.000 Euro für den Verlust des Stalls.

Die Polizei ging durch die Spurenlage und den Zeugenbeschreibungen von vorsätzlicher Brandstiftung aus und hatte sofort eine Großfahndung eingeleitet. Hierbei kam auch ein Hubschrauber zum Einsatz. Die Fahndung blieb bislang ohne Erfolg. Im Rahmen der Ermittlungen kam auch ein Brandmittelspürhund in der Brandruine zum Einsatz. Wegen des massiven Geruchs durch die Tierkadaver brachte diese Maßnahme jedoch keinen Erfolg. (Foto: 7aktuell/Karsten Schmalz)

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