Brandanschlag im Kölner Dom

Köln (NW) – Ein scheinbar verwirrter Mann hat am Mittwochmorgen für Aufregung im Kölner Dom gesorgt. Er hatte eine Flasche mit brennbarer Flüssigkeit gezündet und in Richtung des Altars geworfen.

Archivfoto: Eine Rauchentwicklung hatte im Oktober einen Feuerwehreinsatz im Kölner Dom verursacht. Foto: FeuerwehrGegen 9.00 Uhr hatte ein 67-jähriger Mann den 29-Jährigen in der hohen Domkirche auf einer Bank zusammengekauert sitzen gesehen. Dann habe der Mann einen Gegenstand in Richtung des Altars geworfen, der sich beim Aufschlag auf dem Boden entzündete. Der Brandherd konnte durch Mitarbeiter des Doms gelöscht werden. An den hölzernen Altarstufen entstand geringer Sachschaden.

Währenddessen blieb der Verursacher teilnahmslos auf der Kirchenbank sitzen und verharrte auch so, als das Dompersonal sich ihm näherte, um ihn festzuhalten. Polizeibeamte, die sich im Rahmen der Sicherheitsmaßnahmen in unmittelbarer Nähe des Doms aufhielten, konnten den scheinbar Verwirrten widerstandslos festnehmen.

Der polizeilich bisher in der Bundesrepublik nicht in Erscheinung getretene 29-Jährige Ire, der in Deutschland ohne festen Wohnsitz ist, wird zurzeit vernommen. Die Ermittlungen dauern an.

Erst im Oktober war es zu einem größeren Feuerwehreinsatz im Kölner Dom gekommen (Foto). Damals hatte ein defektes Heizgerät für eine Verqualmung des Gebäudes gesorgt.

2 Kommentare zu “Brandanschlag im Kölner Dom”
  1. Das zeigt gewisse Parallelen zu dem Brandanschlag,der am vergangenen Montag in Siegburg für Aufregung sorgte.Hier hatte ein 37jähriger,ebenfalls geistig verwirrter Mann die Fahrgäste aus der Linie 501 rausgeworfen,der Fahrer sollte sitzenbleiben und die Türen schließen.Dann zündete er einen Molotowcoctail.Der Fahrer und auch der Täter flüchteten aus dem Fahrerfenster.Der Täter mischte sich unter die Gaffer und konnte festgenommen werden.

  2. raphael-wiesbaden

    Das wohl schlimmste Geschehen dieser Art passierte bereits Mitte der 90-er-Jahre an Heiligabend in einer Kirche in Frankfurt-Griesheim.
    Eine Frau zündete während des Weihnachtsgottesdienstes eine Handgranate.
    Es gab insgesamt drei Tote, darunter die Täterin.

    Der Geruch von verbranntem Fleisch in Verbindung mit Weihrauch und Wachskerzen war widerlich…

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