Betriebsunfall: Fahrgäste in Linienbus verbrüht

Breitbrunn (BY) – Schwerer Betriebsunfall in einem Linienbus bei Breitbrunn (Kreis Rosenheim): Sechs Fahrgäste erlitten am Mittwoch zum Teil schwere Verletzungen, nachdem unvermittelt Kühlschläuche in dem Bus geplatzt waren. Eine Frau musste mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik nach München-Bogenhausen geflogen werden.

Wie die Polizei mitteilte, war es gegen 17 Uhr während der Fahrt auf einer Staatsstraße zwischen Breitbrunn und Prien zu dem Unglück gekommen. Durch Überhitzung seien die Schläuche hinter einer Seitenverkleidung geborsten. Das heiße Kühlerwasser spritzte in den Fahrgastraum und verbrühte ein Ehepaar. Die 46-jährige Frau musste mit schweren Verbrennungen an den Beinen ins Krankenhaus geflogen werden. Ihren zwei Jahre älterer Mann transportierte der Rettungsdienst ebenfalls mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus nach Prien, ebenso vier weitere Fahrgäste, die durch die freigesetzten Dämpfe Atemwegsbeschwerden erlitten hatten. Die übrigen neun Fahrgäste und der Busfahrer kamen mit dem Schrecken davon.

Neben dem Rettungshubschrauber, drei Rettungswagen  und einem Notarzteinsatzfahrzeug kamen auch die Feuerwehren aus Breitbrunn, Gstadt und Eggstädt zum Einsatz. Sie unterstützten mit technischem Gerät, reinigten die Straße und führten Verkehrslenkungsmaßnahmen durch.

Die Staatsanwaltschaft Traunstein gab ein unfallanalytisches Gutachten bei einem Sachverständigen in Auftrag. Der Bus wurde sichergestellt und abgeschleppt.

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