Bereitschaften rollen ins Überflutungsgebiet

Hamburg / Berlin – Noch immer steigen in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt die Hochwasser-Pegel an. Aktuell läuft die Elbe in die Altstadt von Meißen (SN). Doch viele Einsatzkräfte stemmen sich bereits seit Tagen gegen die Flut und stoßen an ihre Grenzen. Jetzt ist Hilfe gefordert. Aus vielen bislang nicht betroffenen Bundesländern rücken Kräfte zur Unterstützung an – unter anderem 170 Feuerwehrmänner aus Hamburg und 200 Helfer aus Berlin.

„Dies ist die größte nationale Einsatzlage seit dem verheerenden Hochwasser im Jahr 2002. Das ehrenamtliche Engagement in den freiwilligen Feuerwehren hat sich einmal mehr als Rückgrat für bürgernahe, schnelle Hilfe erwiesen. Anders wären die Vielzahl der Einsatzstellen und die großflächigen Schadensgebiete nicht ansatzweise zu bewältigen“, betont Hans-Peter Kröger, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV).

In Hamburg trafen sich am Montagabend etwa 170 Kräfte von der Freiwilligen und Berufsfeuerwehr Hamburg an der Feuerwehrakademie in Hamburg-Billbrook. Innensenator Michael Neumann und Feuerwehrchef Klaus Maurer verabschiedeten den Marschverband in Richtung Sachsen. Gegen Mitternacht setzten sich die Fahrzeuge in Marsch in Richtung Sachsen. Die Hamburger kamen am frühen Dienstagmorgen in ihrer Partnerstadt Dresden an.

Auch die Berliner Feuerwehr entsendete zwei Bereitschaften mit rund 200 ehrenamtlichen Einsatzkräften zur Deichverteidigung nach Sachsen. Versorgungseinheiten des Deutschen Roten Kreuzes begleiten die Kameraden. So können die Bereitschaften autark Einsatzabschnitte übernehmen, inklusive der Selbstversorgung. (Foto: Christian Timmann/SH-Presseservice)

25 Kommentare zu “Bereitschaften rollen ins Überflutungsgebiet”
  1. Vielen Dank an alle Helfer, ihr Leistet eine Super Arbeit. So wie es ausschaut haben wir hier in der Mulderegion im Landkreis Nordsachsen das gröbste Überstanden. Frage an die Redaktion, wird es wieder ein “Flut Spezial” geben?

  2. Philipp Köhler

    Hier sieht man wieder, dass man auf die freiwilligen Feuerwehren zählen kann. Immer und überall. Darüber sollten sich manche unserer Mitbürger mal Gedanken machen, was die Feuerwehrleute in Deutschland leisten!

  3. Stefan

    Die Feuerwehr zeigt mal wieder das sie für jeden da ist egal WANN und WO, wenn man uns braucht rollen wir.
    Passt auf euch auf und kommt gesund zurück

  4. Die Kolonne der Hamburger Feuerwehr ist vor ein paar Minuten durch die Washingtonstrasse gekommen. Mit einem Hupkonzert der wartenden PKWs und LKWs wurden sie begrüsst. DANKE an alle Helfer!

  5. Und das ganze Engagement, obwohl noch vor paar Tagen das Geschrei über die “Feier”wehr und “nur saufen” etc. so groß war. Diese Leute melden sich jetzt nichtmehr. Und vorallem melden diese sich jetzt nicht freiwillig um in den betroffenen Regionen zu helfen. (Man könnte ja nasse Füße bekommen!).

    in diesem Sinne.

    PS: Daumen hoch an die Kameraden, die zur Unterstützung eilen! So muss das sein.

  6. J. Unimog

    Prima diese Sache wie sich die doch relativ weit entfernten Städte einander helfen

    Zu V.G.: Ich kann da nur zustimmen. Die die am lautesten gegen die Feuerwehr vor allem gegen die FF schreien, sind auch die die am lautesten schreien wenn sie die (F)FW brauchen

  7. Redaktion Feuerwehr-Magazin

    Die Bereitschaft der Feuerwehr Braunschweig macht sich in diesen Minuten auf den Weg nach Magdeburg. Auf die Stadt Magdeburg rollt derzeit eine Hochwasserwelle der Elbe zu, die den Wasserstand von 2002 überschreiten soll. In der ersten Welle werden ca. 75 Einsatzkräfte mit etwa 15 Feuerwehrfahrzeugen entsandt. Beteiligt sind drei Fachzüge der freiwilligen Feuerwehr sowie ein Führungsfahrzeug und ein Rettungswagen der Berufsfeuerwehr.

  8. Hoffentlich erkennen unsere Politiker die Notwendigkeit von Katastrophenschutzeinheiten. Leider können diese nicht durch Verteilung von Posten und entsprechende Kohle bestechen und so überzeugen wie einige Wirtschaftsbetriebe.

  9. Lukas

    Die Politik muss jetzt RAN!!
    z.b. um Feuerwehrleute Freizustellen!!!
    In Sachsen und Sachsen Anhalt können viele nicht zum Hochwassereinsatz wegen der Arbeit wenn jeder ein bis zwei Tage Freigestellt würde da würde vieles anderst aussehen!!!

  10. Redaktion Feuerwehr-Magazin

    Rund 130 Feuerwehreinsatzkräfte und 40 Fahrzeuge umfassen die Einheiten, die heute Morgen gegen 6 Uhr aus Hannover in Richtung des zu erwartenden Katastrophengebietes nach Magdeburg abgerückt sind.

  11. Jannis Koslowski

    Gestern Morgen sind ebenfalls 250 Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW und DRK aus dem Raum Mittelhessen (genauer gesagt aus den Landkreisen Giessen, Marburg und Lahn-Dill) in Richtung Osten aufgebrochen, um im Schadensgebiet zu helfen.

    Vielen Dank auf diesem Wege an alle helfenden Hände!

  12. Stefan

    Und seit gestern hocken unsere 600 Mädels und Jungs aus Hessen in einem Dresdener Gymnasium rum und werden nicht abgerufen. Und anderes herum fordert die Stadt Bürger auf zu helfen… da stimmt doch was nicht.

  13. Matthias

    @Stefan:
    Das nennt sich “Reserven bilden”. Bei solch einer großen Lage ist es nicht verwunderlich, wenn nicht alles reibungslos läuft.

  14. Karl Sion

    Lobenswerte Hilfsbereitschaft der Feuerwehren. Leider wird diese in den Medien zu selten erwähnt.

  15. Jannis Koslowski

    Ein kleiner Wink mit dem Zaunpfahl:

    Vielleicht finden die genannten Feuerwehren irgendwann im Feuerwehrmagazin eine kleine Anerkennung… 🙂

  16. @ Stefan:
    Bin grade aus Dresden zurück gekommen. Es sind 900 hessische Einsatzkräfte, die auf ihre Aufträge warten. Früher oder später wird der Einsatz kommen.

  17. Die Kreisbereitschaft Friesland ist seit Mittwoch Nacht mit 87 Helfern und 15 Fahrzeugen im Einsatz.

  18. Theo Hinrichs

    Morgen, Freitag 7.6.13, fährt die Kreisbereitschaft des Landkreises Cloppenburg mit 30 Fahrzeugen und ca. 130 Helfern in richtung Landkreis Lüchow-Dannenberg.

  19. florian

    Der THW OV Jever ist heute um 17 Uhr mit der Fachgruppe Beleuchtung in das Hochwassergebiet auf gebrochen

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