Autofahrer stürzt sich nach Unfall von Brücke

Köln (NW) – Dramatische Szenen bei einem Unfall am Dienstagmittag in Köln-Merkenich: Ein Pkw prallte auf einen Lkw, die Beifahrerin des Personenwagens wurde eingeklemmt. Der Fahrer des Pkw stürzte sich anschließend – vor den Augen einer Krankenwagenbesatzung – von einer Brücke. Der Mann starb am Unfallort.

Der Unfall ereignete sich gegen 12.40 Uhr auf der Industriestraße. Der Aufprall war so stark, dass die 32-jährige Beifahrerin im Auto eingeklemmt wurde. Der Fahrer des Unfallfahrzeugs konnte selbstständig aussteigen. Er lief weiter zu einer Brücke und sprang hinunter auf die darunter verlaufende Straße.

Rettungsdienstkräfte können nicht mehr helfen

Die Besatzung eines Krankenwagens des Deutschen Roten Kreuzes fuhr in diesem Augenblick auf der unter der Brücke verlaufenden Emdener Straße und sah den Mann herabstürzen. Die Rettungskräfte kümmerten sich sofort um ihn. Seine Verletzungen waren jedoch so schwer, dass er noch an der Unfallstelle starb. Die Krankenwagenbesatzung wird nach Angaben der Feuerwehr zurzeit psychologisch betreut.

Unterdessen befreite die Feuerwehr die schwer verletzte Beifahrerin aus dem Auto. Sie wurde dabei von einem Rettungsdienstteam versorgt. Ein Rettungswagen brachte die Patientin in ein Krankenhaus. Rettungsdienst und Feuerwehr waren mit 37 Einsatzkräften und 15 Fahrzeugen im Einsatz.

Die Polizei Köln hat mit den Ermittlungen zum genauen Unglückshergang begonnen.

Polizei. Symbolfoto Thomas Weege
Polizei. Symbolfoto Thomas Weege (Bild: Thomas Weege)

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Ich halte diesen Bericht für stark fragwürdig. Pressekodex Richtlinie 8.7 verbietet an sich Berichte über Selbsttötungen. Ihr solltet darüber nachdenken, den Bericht entsprechend zu ändern/kürzen.

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  2. wo steht denn das es Suizid war?? Das kannst du da rein interpretieren, es könnte aber auch die Schocksituation gewesen sein, die ein irrationales Handeln der Person herbeigeführt hat.

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  3. Der Pressekodex dient maßgeblich der Selbstzensur.

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  4. Aus dem Pressekodex: Richtlinie 8.7 – Selbsttötung

    Die Berichterstattung über Selbsttötung gebietet Zurückhaltung. Dies gilt insbesondere für die Nennung von Namen, die Veröffentlichung von Fotos und die Schilderung näherer Begleitumstände.

    https://www.facebook.com/permalink.php?id=177987775553856&story_fbid=826503467368947

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  5. Ich glaube da das ganze eher unter Familiendrama fällt kann man doch darüber berichten.
    Ausserdem gab die Polizei Köln selbst eine Pressemeldung zu dem Vorfall heraus:
    http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/12415/2952474/pol-k-150217-3-k-schwerer-verkehrsunfall-in-koeln-merkenich

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  6. Also über diesen Unfall und auch über den Sturz von der Brücke haben sämtliche Lokale Medien aber auch Überregionale berichtet. Somit hätten dann ja alle gegen die Richtlinie verstoßen Herr Geyer?

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  7. @Emil: “er ging weiter zu einer Brücke und sprang hinunter” klingt nun nicht gerade nach einem Unfall. Was soll es denn sonst gewesen sein?

    @Lothar: Ja, dass Bild und Co. das öfter tun, da sie davon leben, zeigen die dem Presserat mitgeteilten Fälle. Und nur weil es die anderen tun, muss man das ja nicht blind übernehmen oder?

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  8. Ich glaube nicht, dass solch ein Bericht in eine Zeitung Ihres Formats gehört. Zum anderen sind Selbsttötungen, egal, ob geplant, oder in Folge eines Schocks, nicht die Berichte, die in einer seriösen Zeitung veröffentlicht werden sollten, da sie in der Regel nur die Sensationsgier befriedigen. Außerdem sieht es in diesem Bericht auch noch so aus, als ob die Rettungs- und Einsatzkräfte den Vorfall sehr wohl bemerkt haben, aber andererseits nichts unternommen haben, um die Folgen zu verhindern. Vielleicht auch einmal aus diesem Gesichtspunkt die Berichte vor der Veröffentlichung prüfen. Denn es gilt für die seriöse Berichterstattung, dass nur sachliche, emotionsfreie und korrekte Fakten in solchen Berichten etwas zu suchen haben. Und dazu zählt nun einmal nicht die Selbsttötung, egal aus welchen Gründen.

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