Amoklage befürchtet – Schule geräumt

Bergkamen (NW) – Heute Vormittag drangen zwei Jugendliche mit einer Schusswaffe in eine Städtische Gemeinschaftsschule in Bergkamen (Kreis Unna) ein und bedrohten eine Lehrerin. Zeitgleich gingen mehrere Notrufe bei der Polizei ein. Aufgrund einer drohenden Amoklage rückten Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst mit Großaufgeboten aus.

Die Täter hatten die Lehrerin geschlagen und mit der Waffe bedroht. Dann flüchteten sie. Polizeikräfte durchsuchten das Schulgebäude nach den beiden Jugendlichen. Parallel räumten weitere Kräfte die Schule und brachten Schüler und Lehrer in Sicherheit. Die angegriffene Lehrerin erlitt Verletzungen durch Schläge ins Gesicht. Der Rettungsdienst brachte sie zu Untersuchungen in ein Krankenhaus. Zwei Schülerinnen mussten wegen eines Schocks von den Einsatzkräften versorgt werden, weitere Jugendliche betreute der Rettungsdienst.

Großaufgbot bei Schulräumung. Foto: BludauEine Großfahndung nach den Tätern brachte den gewünschten Erfolg. Die Polizei nahm einen 14-Jährigen und einen 16-Jährigen fest. Bei dem älteren Tatverdächtigen fanden die Ermittler eine Schreckschusswaffe.

“Das polizeiliche Einsatzkonzept in enger Zusammenarbeit mit den Schulen hat sich in diesem Fall bewährt!”, sagte Einsatzleiter Dieter Keil, leitender Polizeidirektor der Polizei Dortmund. Auch die Zusammenarbeit mit Feuerwehr und Rettungsdienst sei reibungslos abgelaufen.

Ein Kommentar zu “Amoklage befürchtet – Schule geräumt”
  1. Christian Patzelt

    Auch in Monheim (NW) im Kreis Mettmann räumte die Polizei am heutigen Mittwoch eine Gesamtschule. Der Grund: eine anonyme Bombendrohung. Nach Angaben eines Polizeisprechers in Mettmann habe es sich dabei um eine “gefahrenabwehrende Maßnahme” gehandelt.

Hinterlasse einen Kommentar

Das könnte dich auch interessieren: