24 Verletzte bei Busunfall auf Autobahn 3

Ratingen (NW) – Ein Busfahrer schleift mit seinem Reisebus bei Ratingen (Kreis Mettmann) an einen Pfeiler einer Autobahnbrücke entlang. Der holländische Bus wird dabei schwer beschädigt. Viele Fahrgäste werden verletzt oder erleiden einen Schock. Der Busfahrer setzt seine Fahrt zunächst fort und stellt sein Fahrzeug auf dem nächsten Rastplatz ab, um die Opfer dort vom Rettungsdienst behandeln zu lassen.

Die 83-köpfige Reisegruppe ist am Sonntagmittag auf dem Rückweg von einem Spanienurlaub. Sie besteht überwiegend aus deutschen Jugendlichen, die in verschiedenen Städten im Ruhrgebiet abgesetzt werden sollen. Auf der Autobahn 3 in Höhe der Anschlussstelle Ratingen Ost kommt der Doppeldeckerbus zu weit an den linken Fahrbahnrand und berührt im Vorbeifahren einen Brückenpfeiler. In dessen Folge bersten in der oberen Etage mehrere Seitenscheiben. Die Scherben verletzen zahlreiche Insassen, weitere erleiden einen Schock. Insgesamt 24 Verletzte werden später gezählt.

DMassenanfall von Verletzten auf dem Rastplatz Hösel bei Ratingen. (Foto: Feuerwehr Ratingen)er Busfahrer entscheidet sich, den Bus noch rund drei Kilometer weiter zu fahren und auf dem Rastplatz Hösel sicher abzustellen. Dorthin rückt ein Großaufgebot an Rettungskräften der Feuerwehr Ratingen sowie Rettungsdiensten und Hilfsorganisationen aus dem Kreis Mettmann und den Städten Ratingen, Duisburg und Düsseldorf aus. Insgesamt kommen 100 Einsatzkräfte bei dem Massenanfall von Verletzten zum Einsatz.

Acht Verletzte werden mit Rettungswagen in verschiedene Krankenhäuser transportiert. Die Verletzungen sind jedoch nicht lebensbedrohlich. 16 weitere verletzte Fahrgäste werden auf dem Rastplatz versorgt. Angehörige und Bekannte holen die Opfer im Alter zwischen 13 und 36 Jahren von dort ab, die Übrigen bringen Ersatzbusse an ihre Ziele. Nach drei Stunden kann der Einsatz abgeschlossen werden. (Foto: Feuerwehr Ratingen)

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