18 Verletzte bei Chemieunfall

Wülfrath (NW) – Bei einem Chemieunfall in einem Industriegebiet in Wülfrath (Kreis Mettmann) sind am Donnerstagmorgen 18 Personen leicht  verletzt worden und mussten teilweise in einem Krankenhaus behandelt werden. Bei der Herstellung von Phenolharz war es in einem Chemiebetrieb zu einem Produktaustritt gekommen. Für die Rettungskräfte aus der Region lief ein Großeinsatz an.

Am frühen Morgen kam es aus bislang ungeklärten Gründen in der Phenolharzanlage des Chemiewerkes zu einem Überdruck, worauf eine Sicherheitseinrichtung ansprach und den überschüssigen Druck abließ. Durch die Druckentlastung traten nach Unternehmensangaben rund drei Tonnen eines Reaktionsgemisches aus Phenol, Kresol und Formaldehyd in den dafür vorgesehenen Auffangbehälter aus. Hierbei entstand auch eine Aerosolwolke, die sich über benachbarte Firmengrundstücke verflüchtete. Wie der Chemiehersteller weiter mitteilt, können die freigesetzten Stoffe zu Reizungen von Haut und Augen führen, sind in hohen Konzentrationen giftig und stehen im Verdacht, krebserregend und erbgutverändernd zu sein.

Insgesamt meldeten sich 18 Personen mit Haut- und Augenreizungen, von denen fünf zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus kamen. Zur Betreuung der Betroffenen sowie für Messaufgaben in der Umgebung, rückte ein Großaufgebot von rund 130 Kräften der Rettungsdienste und Feuerwehren unter anderem aus Wülfrath, Velbert und Ratingen an. Desweiteren mussten die Feuerwehrleute einen Mitarbeiter des Betriebes sowie Einsatzkräfte dekontaminieren. Bei den Messungen wurden keine kritischen Werte festgestellt. Gegen Mittag war der Gefahrstoffeinsatz beendet. (Foto: Feuerwehr Ratingen)

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