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Von der DKMS zur Stammzellspende

Einsatz gegen Blutkrebs: Wir posten Eure Aktionen

In Deutschland erkranken jährlich mehr als 12.500 Menschen an einer Leukämie. Viele der Patienten benötigen eine Stammzellspende, um zu überleben. Doch die muss exakt passen. Wenn Ihr Euch als Spender registriert und einen Wangenschleimhaut-Abstrich zu einer Spenderdatei schickt, könnt Ihr Leben retten. 

Bremen – Uns erreichen fast täglich Nachrichten mit der Bitte, Werbe-Aktionen für Blutkrebs-Typisierungen auf unseren Social-Media-Kanälen zu teilen und zu verbreiten. Und das machen wir jetzt auch! Sendet uns bis zum 31. Juli 2020 Eure Aufrufe für Registrierungen beziehungsweise Typisierungen (Teilnahmebedingungen hier). Jeden Samstag posten wir einen Sammelbeitrag zu den bis dahin erhaltenen Aufrufen. 

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Inhalt

Blutkrebs-Aktionen Kalenderwoche 28

Sebastian (35) ist Mitglied in der FF Ehra-Lessien (Kreis Gifhorn, NI), eine Stammzellspende seine einzige Chance auf Heilung. 

Sebastian ist Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr Ehra-Lessien und hat erst kürzlich seine große Liebe gefunden. Dann kam die Diagnose Leukämie. Eine Stammzellspende ist die einzige Chance auf Heilung. Dafür benötigt es einen passenden Spender. Foto: DKMS/Privat

Laut DKMS hat die Leukämie innerhalb kürzester Zeit Besitz von Sebastian ergriffen. In seiner Freizeit engagiert sich der 35-jährige Testfahrer aus dem Kreis Uelzen stark für seine Vereine, den Schützenverein und die Freiwilligen Feuerwehr in seinem Heimatort Ehra-Lessien. Vor einem Jahr hat er seine große Liebe gefunden und ist kurz vor der Diagnose mit ihr zusammen gezogen.

Aktuell kann Sebastian nichts von all dem machen, denn seit dem Tag der Diagnose kämpft er ums (Über)leben. Jetzt ist er gezwungen, sich der Krankheit mit ihrer langwierigen Behandlung zu stellen. Dazu braucht er Eure Hilfe. Eine Stammzellspende ist seine einzige Chance auf Heilung.

Die Jugendfeuerwehren aus Sebastians Heimat engagieren sich für die Spendersuche. Foto: JF Ehra-Lessien und Hoitlingen Tiddische Bergfeld

Die Jugendfeuerwehren Ehra-Lessien und Hoitlingen Tiddische Bergfeld engagieren sich bei der Spendersuche für Sebastian. Unter dem Motto “Gemeinsam stark gegen Leukämie” wollen die Kinder, Jugendlichen und Betreuer beziehungsweise Jugendwarte dem 36-Jährigen helfen. 

“Zusammen mit der Familie, den Freunden, den Freiwilligen Feuerwehren der Samtgemeinde Brome, dem Schützenverein Ehra, Mosaik, dem Sportverein TuS Ehra-Lessien und der Spinnstube haben wir uns stark gemacht einen passenden Spender zu finden. Bisher haben sich 865 neue potentielle Spender registriert. Leider war der passende Spender noch nicht dabei!”, heißt es von den Jugendfeuerwehren. Ihr Aufruf: “Bitte HELFT Sebastian und seiner Familie und registriert Euch auf www.dkms.de/Sebastian“.

Jerrid (27) ist Rettungssanitäter, geliebter Onkel und Bruder

Foto: DKMS/Privat

Jerrid ist 27 Jahre alt, Frohnatur, Rettungssanitäter, angehender Medizintechniker, Ruhepol und immer zur Stelle, wenn man ihn braucht! Doch plötzlich steht seine Welt still: Jerrid hat Blutkrebs. Nur ein passender Spender kann sein Leben retten.

Seine Schwester Sabrina bittet: „Im letzten Jahr ist mein Mann an Krebs gestorben. Meine Kinder und ich möchten dieses Schicksal nicht noch einmal erleben. Mein Bruder ist der beste Bruder der Welt und für meine Kinder, die gerade ihren Vater verloren haben, ihr Ein und Alles! Deshalb bitte ich euch: Lasst euch registrieren. Damit schenkt ihr Jerrid und uns das Wertvollste, was es gibt – die Hoffnung auf ein zweites Leben.“ www.dkms.de/jerrid-will-leben 

Feuerwehr startet Aktion für 12 Monate alten Fabricé

Die Feuerwehr Kissendorf (Kreis Günzburg, BY) hat eine Aktion gestartet für den kleinen Fabricé, der aus dem gleichnamigen Dorf stammt. Fabricé ist gerade einmal 12 Monate alt und benötigt dringend einen Stammzellenspender. “Deswegen haben wir, um Spender zu werben, ein Video gedreht und veröffentlicht”, so die Feuerwehr. “Wir würden uns sehr freuen wenn wir über euch Support erhalten würden. Die Zeit drängt für den Kleinen….und für viele andere auch.”

Die Mutter von Fabricé schreibt auf der Website der DKMS: “Fabricé ist ein Sonnenschein. Er ist ein fröhliches Kerlchen, der nicht mit Kuscheleinheiten geizt. Er spielt gern mit seinen Geschwistern und ist auch sonst für ganz viele Spiele zu begeistern. Die Diagnose Blutkrebs war ein unvergleichbarer Schock. An diesem Tag konnten wir nichts anderes tun als zu weinen und uns auch nicht vor unseren beiden Mädels (3 und 7 Jahre alt) zurückhalten. Auch wenn mit der Diagnose für uns eine Welt zusammengebrochen ist, schöpfen wir Kraft aus der Stärke unserer Kinder und dem positiven Denken, dass alles gut wird. Fabricé hat in seinem jungen Leben schon oft bewiesen, dass er ein Kämpfer ist und er wird es schaffen.“

www.dkms.de/de/better-together/fabrice-kaempft

Mitmachen: Das Feuerwehr-Magazin postet Eure Aktionen

Ihr wollt hier auch mit Eurer Aktion stehen und für jemanden einen Stammzellspender finden, der Euch am Herzen liegt?

“Wir alle für Jana” hieß das Motto, mit dem sich die Jugendfeuerwehr Staufen (BW) für die an Leukämie erkrankte 9-jährige Jana engagiert hat. Zusammen mit Pfadfindern und anderen Organisationen schaffte es die JF, dass rund 1.000 Menschen sich als potentielle Stammzellspender registriert haben. Foto: Bernhard Seitz

Dann sendet uns Eure Zuschriften bitte an online[at]feuerwehrmagazin.de mit dem Betreff “Blutkrebs-Typisierung” und einem zusätzlichen Stichwort. Die Aktion endet mit dem letzten Posting am 1. August 2020. Alle Anfragen müssen für uns nachvollziehbar von einer anerkannten Spenderdatei getragen werden. Können wir eine Echtheit nicht durch mitgesendete Links überprüfen, behalten wir uns vor, diese nicht zu teilen. Eine Verbindung zur Feuerwehr in irgendeiner Form ist nicht erforderlich.

Soweit uns bekannt ist, finden derzeit coronabedingt keine großen Registrierungs-Aktionen statt. Umso wichtiger ist es, dass sich trotzdem weiterhin Menschen registrieren lassen. Diese bekommen von den Spenderdateien in der Regel kostenfrei Test-Kits mit Anleitung per Post zugeschickt, mit denen sie selbst eine Registrierung/Typisierung vornehmen können.

Wir freuen uns auf Eure Zusendungen und hoffen, dazu beitragen zu können, dass Spender gefunden und Menschenleben gerettet werden.

Warum machen wir das?

Anlass für diese Aktion ist ein Artikel in der aktuellen Feuerwehr-Magazin Ausgabe 7/2020. Dort berichten wir über den Einsatz der Jugendfeuerwehr Staufen (BW) für die an Leukämie erkrankte 9-jährige Jana. Sie haben es geschafft, dass rund 1.000 Menschen sich als potentielle Stammzellspender registriert haben.

Feuerwehr-Magazin 7/2020
VERSANDKOSTENFREI! Themen: Feuerwehr Ausbildung in Corona-Zeiten +++ Reportage Feuerwehr St. Wendel (SL) +++ RW-Kran FF Mackenstedt +++ Neun ELW 2 von Ewers in SH +++ Leukämie bei Kindern +++ Helmlampen Marktübersicht und Kauftipps +++ KdoW auf Audi Avant S-Line +++ COVID-19 bei Atemschutzgeräteträger
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Warum haben wir das bislang noch nicht gemacht?

Grundsätzlich fehlen uns die Kapazitäten, die vielen Anfragen penibel nachzuvollziehen und auf Echtheit zu überprüfen. Zudem handelt es sich in den meisten Fällen zwar um schwere Einzelschicksale, die aber keinen Bezug zur Feuerwehr haben. Uns fällt es nicht leicht, diese Ersuchen abzulehnen. Aber es wäre unfair, einzelne Beiträge zu teilen und andere nicht.

Stammzellspende – wie geht das eigentlich?

Wenn Du Menschen helfen möchtest, die an Blutkrebs erkrankt sind, kannst Du Dich als Knochenmark- beziehungsweise Stammzellspender bei einer so genannten Spenderdatei registrieren lassen. In Deutschland gibt es etwa 40 solcher Organisationen. Darunter die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS), die Stefan-Morsch-Stiftung und die Deutsche Stammzellspenderdatei (DSD).

Voraussetzungen für eine Registrierung: Du bist zwischen 17 und 55 Jahren alt und weder chronisch noch schwer erkrankt. Auch starkes Über- oder Untergewicht spielen eine Rolle. Welche Bedingungen genau gelten, kannst Du beispielsweise unter dkms.de/de/faq nachlesen.

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Dann füllst Du einen Fragebogen aus, unterschreibst eine Einverständniserklärung und nimmst mit drei speziellen Wattestäbchen einen Abstrich von Deiner Wangenschleimhaut. Wenn bei Dir in der Nähe keine Registrierungs-Aktion stattfindet, kannst Du auch ein Registrierungs-Set bei einer der Organisationen anfordern. In der Regel ist dieses kostenfrei.

Erst registrieren, dann typisieren

Dein Abstrich wird nun im Labor auf einige bestimmte genetische Faktoren analysiert. Zusammen mit Deinen persönlichen Angaben bildet dies die eigentliche Typisierung. Anschließend werden Deine Typisierungs-Daten anonymisiert an das Zentrale Knochenmarkspender-Register weitergeleitet.

Benötigt ein Patient mit Blutkrebs eine Stammzellspende, werden seine Merkmale mit denen in der Datenbank verglichen. Dies gleicht der sprichwörtlichen Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Daher wird versucht, so viele Menschen wie möglich zu typisieren.

Wenn die genetischen Merkmale eines Patienten zu Deinen passen, wirst Du kontaktiert und gefragt, ob Du eine Spende leisten möchtest. Falls Du zustimmst, werden mittels Blutprobe Deine Ergebnisse nochmals genauer überprüft und dabei weitere Blutwerte ermittelt. Es folgt ein Gesundheits- Check und eine Aufklärung durch einen Arzt.

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Blutstammzellspende häufiger als Knochenmarkspende

Es gibt zwei Möglichkeiten, wie Du dem Patienten Stammzellen zur Verfügung stellen kannst: durch eine Knochenmarkspende oder eine so genannte periphere Blutstammzellspende.

Für eine klassische Knochenmarkspende wirst Du in der Regel stationär in einer Klinik aufgenommen. Dort bekommst Du eine Narkose und Dir wird Knochenmark aus dem Beckenkamm entnommen. Nach der Entnahme kann für wenige Tage ein lokaler Wundschmerz entstehen, ähnlich einer Prellung. Das Risiko der Knochenmarkentnahme sei gering, so die DKMS. Es beschränke sich im Wesentlichen auf das Narkoserisiko.

Wesentlich häufiger wird heutzutage die periphere Blutstammzellspende durchgeführt. Dazu bekommst Du zunächst für etwa eine Woche ein Medikament verabreicht. Dieses regt die Produktion von Stammzellen im Knochenmark an und lässt sie ins Blut übergehen. Dann wird Dir – ähnlich einer Blutplasmaspende – für mehrere Stunden Blut entnommen, Stammzellen herausgefiltert, und Dir wieder zurückgeführt. Durch das Medikament können grippeähnliche Symptome auftreten. Langzeitnebenwirkungen seien jedoch nicht bekannt, heißt es bei der DKMS.

Der Patient erhält Deine Stammzellen dann ähnlich wie eine Bluttransfusion. Die Stammzellen nisten sich im Knochenmark des Patienten ein und beginnen dort neue, gesunde Blutzellen zu bilden. Aber sie müssen genau passen, sonst stößt der Körper sie ab. Deshalb ist die Typisierung so wichtig und ein passender Spender so selten. Innerhalb der eigenen Familie finden übrigens nur ein Viertel aller Patienten einen geeigneten Spender.

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Leukämie: Gefährliche nutzlose Blutzellen

In Deutschland erkranken jährlich mehr als 12.500 Menschen an einer Leukämie. Es handelt sich dabei um eine Gruppe von verschiedenen Erkrankungen. Gemeinsam haben alle Leukämien ihren Ursprung bei der Bildung von weißen Blutkörperchen (Leukozyten) des menschlichen Körpers. Deshalb gehören sie im weitesten Sinne zu den Blutkrebsarten.

Normalerweise bilden sich Blutkörperchen – zumindest in den ersten Phasen – im Knochenmark. Dort werden aus Blutstammzellen durch Teilung und Reifung Blutzellen produziert. Das sind zu 94 Prozent die Sauerstoff transportierenden roten Blutkörperchen, zu 5 Prozent die blutungsstillenden Blutplättchen und zu etwa 1 Prozent die insgesamt 14 Typen weißer Blutkörperchen der Immunabwehr. Jede einzelne Zelle reift über mehrere Schritte zur entsprechenden funktionsfähigen Blutzelle heran.

Unreife Zellen mutieren

Wenn eine dieser Zellen jedoch in einem frühen Stadium der Reifung mutiert – das heißt, ihr Erbmaterial an bestimmten Stellen verändert wird –, kann eine Leukämie entstehen. Die mutierte Zelle teilt sich dann unkontrolliert – sie ist entartet.

Weiterlesen auf feuerwehrmagazin.de:

So werden Milliarden von nicht funktionsfähigen Zellen gebildet. Die entarteten Zellen breiten sich nun im Knochenmark aus und verdrängen die gesunde Blutbildung. Durch den daraus resultierenden Mangel an Blutplättchen, roten sowie funktionierenden weißen Blutkörperchen kommt es zu mehreren Symptomen. Unter anderem: verminderte Wundheilung, Sauerstoffunterversorgung und Anfälligkeit gegenüber anderen Krankheiten. Die entarteten Zellen können sich zudem in Organen ansiedeln und dort weitere Schäden verursachen.

Eine Leukämie entsteht bei den Vorläuferzellen von weißen Blutkörperchen. Je nachdem, welcher der 14 Typen und welches Entwicklungsstadium betroffen ist, treten im Verlauf der Krankheit gewisse Unterschiede auf. Es kann bei einigen Formen auch sein, dass die Entartung nicht im Knochenmark, sondern im lymphatischen Gewebe – wie beispielsweise den Lymphknoten – beginnt. Aber auch hier treten die Zellen schließlich ins Blut über und erreichen Knochenmark und andere Organe.

Wenn Medikamente nicht helfen: Stammzellspende

Zudem wird zwischen akuten und chronischen Leukämien unterschieden. Akute Leukämien sind lebensbedrohliche Erkrankungen, die unbehandelt in wenigen Wochen bis Monaten zum Tod führen. Chronische Leukämien verlaufen meist über mehrere Jahre und sind im Anfangsstadium häufig symptomarm.

Leukämien werden meistens mit verschiedenen medikamentösen Therapien behandelt. Wenn diese aber nicht ausreichen, um die erkrankten Zellen zu zerstören, bietet eine Stammzellspende meist die einzige Heilungschance.

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