First Responder tödlich verunglückt

Iphofen (BY) – Tragisch endete eine Einsatzfahrt am Neujahrsmorgen, bei der ein Ersthelfer der freiwilligen Feuerwehr tödlich verunglückte. Der Fahrer des Einsatzfahrzeuges war an einer Kreuzung mit einem vorfahrtberechtigten Pkw kollidiert und kam bei dem Unfall ums Leben. Seine Beifahrerin erlitt schwere Verletzungen. Die Insassen des anderen Pkw kamen mit leichten Verletzungen bzw. mit dem Schrecken davon.

Am Neujahrstag fuhr ein 28-jähriger Ersthelfer eines Rettungsdienstes mit seinem Dienstfahrzeug, einem Pkw Smart, von Markt Einersheim nach jetzigem Kenntnisstand mit eingeschaltetem Blaulicht zu einem Einsatz nach Iphofen.

In diesem Smart verunglückte der Fahrer tödlich. Foto: NonstopnewsBeim Überqueren der Bundesstraße 8 kam es gegen 2.30 Uhr zu einem Zusammenstoß mit einem von links kommenden, vorfahrtsberechtigten Pkw Porsche, der von einem 34-jährigen Mann aus Heilbronn gesteuert wurde. Der Smart wurde frontal auf Höhe der Fahrertür erfasst und der Ersthelfer dabei tödlich verletzt. Seine 20-jährige Begleiterin, die im Landkreis Neustadt/Aisch wohnt, wurde schwer verletzt in die Uniklinik Würzburg eingeliefert. Beide waren zunächst eingeklemmt und mussten von den Rettungskräften der Feuerwehr aus dem Fahrzeug gerettet bzw. geborgen werden. Der Porschefahrer blieb unverletzt, seine 34-jährige Ehefrau, die mit ihm im Fahrzeug saß, wurde leicht am linken Bein verletzt und zur Behandlung ins Krankenhaus nach Kitzingen gebracht.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg wurde zur Klärung des genauen Unfallhergangs ein Sachverständiger hinzugezogen. Die beiden beteiligten Fahrzeuge wurden sichergestellt. Die B 8 war bis 5.45 Uhr total gesperrt. Der entstandene Sachschaden wird insgesamt auf ca. 38.000 Euro geschätzt.

2 Kommentare zu “First Responder tödlich verunglückt”
  1. raphael-wiesbaden

    Einerseits ist da das freiwillige Engagement des jetzt tödlich verunglückten Helfers bzw. die verdienstvolle Aufgabe der Hiorg.

    Auf der anderen Seite ist es die gute Presse, die mit derartigen Diensten zu machen ist bzw. die kostenlose Reklame für Firmen, die hierfür Fahrzeuge oder Gerätschaften sponsern.

    Und hier setzt auch meine Kritik an:
    so eine Knutschkugel macht sich sicher ganz toll am Werbestand im Einkaufszentrum oder in der Pressemitteilung der sponsernden Firma.
    Ansonsten hat so etwas einfach keine Einsatzfahrzeugberechtigung!

    Es geht mir nicht darum, daß viele HvO-Systeme Einsatzfahrzeuge mit einer Beladung vorhalten, mit denen schon ein “kleiner MANV” abgearbeitet werden kann – es geht mir um die Sicherheit eines üblichen PKW oder eines Kleinbusses.
    Womöglich hätte der verunfallte Helfer hier eine bessere Chance auf qualitativ gutes Überleben gehabt.

  2. Fireliner

    Genau dasselbe ging mir auch durch den Kopf. Zumal der Zerstörungsgrad – rein augenscheinlich (!) – nicht darauf hindeutet, dass hier enormste Energien aufgefangen werden mussten. Wobei der Smart wahrscheinlich einfach weggeschoben wurde… Aber das ist Spekulation und was für einen Sachverständigen. An dem tragischen Unfall – mein Beileid an dieser Stelle – ändert es erstmal nichts. 🙁

    Hätte, wäre, wenn ist immer einfach, vor allem aus der Ferne. Allerdings muss man sich, abgesehen vom Smart, doch vielerorts die Fragen stellen, mit welcher Fürsorgepflicht da so manches Fahrzeug zum Einsatz rausgeht. Die First Responder sind oft betroffen, weil sie möglichst günstig an Spendenfahrzeuge rankommen wollen. Ein Ex-NEF von 1990 und ähnliches ist doch z. B. eher die Regel, als die Ausnahme, wenn nicht gerade ein Großsponsor auftritt.

    Und auch bei den Feuerwehren fährt so manche Gurke rum – aus Zeiten, in denen ABS, ESP und Airbag noch NASA-Technologie für Raumschiffe waren… 🙁 Bei den Lkw mag das noch gehen, aber bei der Pkw-Klasse?

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