6.000 Jacken für Rio de Janeiro

Salzburg/Rio de Janeiro (Österreich/Brasilien) – Bei einer Ausschreibung von Schutzjacken für die Feuerwehr Rio de Janeiro hat Texport den Zuschlag erhalten. Innerhalb von zwölf Monaten wird das österreichische Unternehmen 6.000 Stück des Modells „Fire Coat Matrix“ in die brasilianische Metropole liefern.

16.000 Feuerwehrleute an 117 Wachen gibt es in Rio de Janeiro, einer Stadt mit über sechs Millionen Einwohnern. Die Einsatzkräfte sind in Brasilien dem Innenministerium (Zivilschutz) unterstellt. Ein System freiwilliger Feuerwehren ist – wie in vielen Ländern weltweit – auch in Brasilien nicht üblich.

Zur persönlichen Schutzausrüstung der Brandschützer gehören knielange Feuerwehr-Überjacken, welche nun erneuert werden. Anders als etwa in Europa, wo die Entwicklung hin zu kürzeren Schutzjacken geht, hat man sich in Rio für diese Jackenform entschieden. „In erster Linie ist es, denke ich, historisch bedingt“, so Texport-Geschäftsführer Otmar Schneider. „Man trägt bisher einfach etwas weitere und längere Jacken, ähnlich dem nordamerikanischen Stil.“

Keine eigene Norm in Brasilien

In Brasilien gäbe es für die Feuerwehren keine eigene Norm, erzählt der Geschäftsführer. Die Brasilianer nutzten bisher Einsatzbekleidung, die der amerikanischen Norm NFPA (National Fire Protection Association, deutsch: Nationale Brandschutz-Organisation) entspräche. „Texport konnte die Feuerwehr aber davon überzeugen, dass Schutzbekleidung nicht unbedingt schwer sein muss, um zu schützen“, so Schneider.

Der „Fire Coat Matrix“ entspricht der EN 469:2005+A1:2006 (Deutsche Fassung: „Schutzkleidung für die Feuerwehr – Leistungsanforderungen für Schutzkleidung für die Brandbekämpfung“) und der EN 1149-5 (Deutsche Fassung: „Schutzkleidung – Elektrostatische Eigenschaften – Teil 5: Leistungsanforderungen an Material und Konstruktionsanforderungen“). Er besitzt einen „X-Treme Light“-Materialaufbau, der laut Texport speziell für wärmere Klimazonen entwickelt wurde.

Rettung mit Tragschlaufe

Trotz des längeren Schnitts soll die Bekleidung extrem leicht sein und eine hervorragende Atmungsaktivität bieten. „Gleichzeitig ist der Schutz bei direktem Flammkontakt und Hitzestrahlung enorm hoch“, meint Otmar Schneider. Der 3-lagige Materialaufbau besteht beim „Fire Coat Matrix“ aus „PBI Matrix“-Oberstoff, „Heat Comfort Barrier“-Zwischenlage und einer „Gore-Tex Flameliner“-Membrane.

Auch die Reflexstreifen „Texport Triple Fabric“ aus textilem Gewebe sollen zu einer größtmöglichen Atmungsaktivität beitragen. In der Schulterpartie bietet das so genannte „Air Blocker System“ zusätzlichen Schutz für diesen stark hitzeexponierten Bereich. Dank eines ergonomischen Schnitts soll auch das Arbeiten im Knien kein Problem sein. Eine im Rücken eingearbeitete Tragschlaufe aus 100 Prozent Para-Aramid ermöglicht nach Angaben von Texport eine einfache und rasche Rettung eines verletzten Feuerwehrmanns aus der Gefahrenzone.

Weitere Informationen: www.texport.at

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