112-Magazin eingestellt

Edewecht (NI) – Das “112-Magazin” gibt es nicht mehr: Der im niedersächsischen Edewecht ansässige “S+K-Verlag” hat mit der Mai/Juni-Nummer die letzte Ausgabe der Fachzeitschrift veröffentlicht. Die allesamt freien Mitarbeiter der Zeitschrift sind zwischenzeitlich vom Verlag über die Einstellung informiert worden. Das Schreiben liegt feuerwehrmagazin.de vor. Auch von der Verlags-Website ist die Zeitschrift verschwunden, Bestellungen und Anzeigenaufträge wurden schon in den vergangenen Tagen nicht mehr entgegengenommen.

Eingestellt: Das 112-Magazin gibt´s künftig nicht mehr. Foto: PreuschoffDer frühere Chefredakteur der “Brandschutz”-Zeitschrift, Martin Langner, hatte das Magazin im Jahr 2006 in Heidelberg gegründet. Den geschützten “112”-Titel hatte er von dem zuvor eingestellten “112-Magazin” des früheren EFB-Verlages übernommen – außer dem Titel gab es jedoch keine Gemeinsamkeiten. Es sollte eine Zeitschrift werden, die vor allem “über den Tellerrand schaut.” Europäische Themen, qualitativ hochwertig aufbereitet, sollten das Magazin prägen. Unverkennbar war das Magazin dabei als Wettbewerb zur Zeitschrift “Brandschutz” gedacht. Dabei konnte Langner auf eine Reihe namhafter Autoren zurückgreifen.

Schließlich übernahm der “S+K-Verlag” das Blatt. In den Folgejahren wechselten die – durchweg freien – Autoren und redaktionellen Themen-Konzepte. Der ursprüngliche Fokus auf Europa rückte in den Hintergrund, Ausbildungsartikel für den Tagesgebrauch, Reportagen sowie Beiträge bekannter Verfasser gehörten zum Standard. Zuletzt waren sogar Ausbildungsposter als Gratis-Beilage dabei. Aus gut unterrichteten Kreisen war zu erfahren, dass die Verkaufszahlen trotzdem weit hinter den Erwartungen zurückblieben. So nahm der “S+K-Verlag” den Titel vom Markt. (Foto: Olaf Preuschoff)

2 Kommentare zu “112-Magazin eingestellt”
  1. Hallo,

    leider zu spät auf verkaufbare Konzepte gesetzt – und eine 2. Brandschutz oder vfdb-Zeitschrift braucht in dem Markt m.E. keiner…
    Schade.

  2. Jurgahn

    Sehr schade,
    ich fand das Konzept sehr ansprechend und auch das Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugend. Wie überleben eigentlich die ganzen anderen Kleinauflagen Gazetten?

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