34 GTLF für Abu Dhabi

Kaltenbach (Österreich)/Abu Dhabi – In den Produktionshallen der Firma Empl ist derzeit eine Farbe besonders stark vertreten, die man gemeinhein nicht mit der Feuerwehr in Verbindung bringt: ein leuchtendes Gelb. Zurzeit wird ein Großauftrag für das Emirat Abu Dhabi abgewickelt. Und die Zivilschutzbehörde der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) setzt bei ihren Einsatzfahrzeugen eben nicht auf Rot, sondern auf Gelb.

Gelb ist derzeit die vorherrschende Farbe in den Fertigungshallen bei Empl in Kaltenbach. Foto: Empl
Gelb ist derzeit die vorherrschende Farbe in den Fertigungshallen bei Empl in Kaltenbach. Foto: Empl

Für die Firma Empl ist dies der erste Feuerwehrauftrag im größten Emirat der VAE. Die Firma ist jedoch schon seit über 30 Jahren in dem Wüstenstaat mit den unterschiedlichsten Aufbautypen vertreten. Auch die umliegenden Länder werden seit Jahrzehnten vom Empl-Werk in Kaltenbach aus bedient. “Vor allem Länder wie Oman sind stetig wachsende Märkte”, sagt Markus Prantl, Marketingfachmann bei Empl.

Die Feuerwehrleute werden vor Ort an den neuen Fahrzeugen ausgebildet. Foto: EmplBei den Fahrzeugen handelt es sich im einzelnen um TLF 4000/400 auf MAN TGM 18.330 BB 4×4, TLF 14.000 auf MAN TGS 33.390 BB 6×4, TLF 18.000 auf MAN TGS 33.390 BB 6×4 sowie sogenannte Long Tanker 40.000 auf MAN TGS 33.480 BB 6×4. “Die Fahrzeuge werden nach ihrer Fertigstellung über italienische Häfen verschifft”, berichtet Prantl. Das Auftragsvolumen der insgesamt 34 Tanklöschfahrzeuge in unterschiedlichen Ausführungen beläuft sich auf rund 8 Millionen Euro. Parallel richtet der Fahrzeughersteller in Abu Dhabi auch ein Trainingscenter ein. “Dort soll unser Vertriebs-Partner auf den Umgang mit unseren Fahrzeugen und deren Ausstattung geschult werden”, so Prantl. “Auch Trainings werden dort stattfinden und der Bereich After Sales soll dort ebenfalls ausgebildet werden.” (Text und Fotos: Empl Fahrzeugwerk)

Insgesamt umfasst der Auftrag 34 Großtanklöschfahrzeuge im Wert von rund 8 Millionen Euro. Die ersten Einheiten sind bereits ausgeliefert worden. Foto: Empl

13 Kommentare zu “34 GTLF für Abu Dhabi”
  1. klaumi

    geld haben die ohne ende..aber keine ahnung von feuerwehr oder einem anderem hilfeleistungssystem…..Inschallah !!

  2. @ Klaumi: Dein Kommentar ist sinnlos!

    1. Haben “Geld haben” und “Ahnung haben” direkt nichts miteinander zu tun!

    2. Erfordert (und ermöglicht) erst die Entwicklung, welche die VAE in den letzten Jahren genommen haben, Sturkturen, die (zum Teil) mit den westlichen vergleichbar sind.

    3. Die VAE holen sich seit einiger Zeit westliche Expertise (auch aus Deutschland)!

  3. klaumi

    @sven: sinnlos ist das menschen sterben, freie meinung ist nie sinnlos!

    ich finde es nur erschreckend das das überleben eines menschen in den vae von der religion abhängig ist….mittags pause und beten kann nicht wichtiger sein….

    und ausbildung ist auch in deutschland ein problem obwohl da auch genung geld vorhanden ist…. bei uns liegt es eher an dem nicht wollen……

  4. @ Klaumi: es war nicht meine Absiht deine Meinungsfreiheit in Frage zu stellen – tut mir Leid wenn das so angekommen ist!!!

    Sicher, viele Dinge sind für Menschen mit westlichen Wertvorstellungen unverständlich oder zum Teil unakzeptabel.

    Auch wenn ich dich verstehe und deine Ansicht teile – denke daran Du legst unser Wertesystem zu Grunde!

  5. klaumi

    ja das stimmt schon unser wertesystem.

    macht die einsätze aber auch spannend und gefährlich in denn vae.

  6. servus , bin zur zeit hier unten. in deutschland gibt es die feuerwehr seit 1835 bzw. 1854 die berufsfeuerwehr und hier eigentlich erst seit kurzem. in der zeit haben die hier wirklich viel dafuer getan. klar, haben die das geld dafuer, aber der aufbau benoetigt einfach viel zeit und arbeit. es ist nichteinmal so lange her, wo in deutschland die menschenrettung genauso ausgeschaut hat. und wie du schreibst ” ….mittags pause und beten kann nicht wichtiger sein…” kann ich nicht bestaetigen. wenn die glocke alarm schlaegt, geht es mittlerweile schnell und ohne ruecksicht auf gebetszeit oder mittagsessen. wir fahren innerhalb 2 minuten raus. koennt ihr das auch bei den freiwilligen? da du inschallah schreibst, gehe ich davon aus , dass du selber hier gewesen bist. Dass die firma selber recht unflexibel ist oder mancher offizier nichts vom feuerwehrwessen verstaeht, heisst nicht , dass alle unfaehig sind. man kann nicht verlangen, dass sie das gleiche in 15 jahren schaffen , wofuer deutschland 157 jahre gebraucht hat.

  7. vinnney

    .. und wieder verenden neue GTLFs irgendwo in der Wüste.

    Ich denke wir haben hier alle die Reportage gelesen und auch bemerkt, dass dort zwar tolle, neue und moderne Fahrzeuge vorhanden sind, aber kein Know-How.. Da stehen dann auch mal abholfertige TLFs in der Wüste rum, weil keiner weiss, was wohin gehört. Und genau das ist das Problem dort: die Organisation (gehört auch zum deutschen Know-How.. wenn nicht sogar das deutsche Know-How schlechthin), niemand fühlt sich dort für etwas zuständig und strukturiert ist dort erst kaum etwas, allerhöchstens Mittags- und Gebetspausen. Wenn keine Organisation vorhanden ist und die Leute nicht eines Feuerwehrmannes würdig, dann braucht auch keiner 34 neue Fahrzeuge. Meine Meinung 😉

  8. @ Roman: Ich kann zwar nicht nachvollziehen wie du auf “157 Jahre” kommst – aber in der Sache hast Du Recht.

    @vinney: Damit die Fahrzeuge nicht “verenden” nehmen sie ja Hilfe in Anspruch!

    Du nimmst deutsche /westliche Maßstäbe… das kann nicht passen!

    Neu bedeutet ja nicht “Ersatz” und GTLF sind wegen der geographischen Lage erforderlich…

    Der Rest deiner Ausführungen erscheint mir als unbegründete Vermutung.

  9. vinnney

    Kann sein dass ich es etwas übertrieben darestellt habe, aber das ist im großen und ganzen die Kernaussage für mich in der Reportage gewesen, Technik ist da, KnowHow kommt so langsam auch durch diedeutschen Helfer, aber die ‘Motivation’ im Einsatz wirklich mal alles stehen und liegen zu lassen und die eigene Organisation dort von einheimischen braucht wohl noch etwas Zeit. Aber es freut mich, wenn ich von Roman lese, dass es dort voran geht

  10. @sven : 🙂 176 jahre 🙂 kopfrechnen hat nicht ganz funktioniert.
    @vinney: es geht voran , aber trotzdem sind mit sicherheit die naechsten 15 jahre notwendig, bis ein einigermassen vernuenftiges feuerwehrsystem aufgebaut ist(das weisst ja wahrscheinlich selber). da das ansehen der feuerwehrmaenner in den uae auch nicht gerade hoch ist, ist auch die motivation nicht auf dem hoehepunkt. es gibt noch paar andere punkte die den aufbau ausbremsen, diese moechte ich aber nicht hier breittretten.

  11. ein freundliches hallo in die runde,

    also ich finde es persönlich als einer der kameraden der selbst in den vae tätig gewesen ist sehr sehr schade das kameraden aus deutschland die selbst nicht dort gewesen sind hier aussagen treffen über die tätigkeiten, moral und arbeitsleistung der gesamten kollegen und kameraden in den vae!! ich habe meine erfahrungen dort selbst gesammelt und bin sehr zufrieden und würde jederzeit gern wieder dorthin zurück gehen den die arbeit dort bereit sehr viel freude und man sieht auch sehr viele erfolge. die erfolge stellen sich natürlich nicht sehr kurzfristig ein sondern dieses dauert den man darf nicht vergessen das, das dortige feuerwehrsystem sich im aufbau befindet seit einigen jahren und wir nicht von einem funktionierendem feuerwehrsystem wie wir es aus deutschland kennen sprechen können. dieses hat aber auch viele gründe den es gibt dort auch ganz andere problem wie in deutschland wie zB. die hohe belastung durch die temperaturen nicht so gut ausgebaute wasserversorgung usw. um beispiele zu nennen. diese probleme lassen sich aber keineswegs über nacht oder schnell umstellen sondern dies brauch zeit. wie es in deutschland auch ganz normal ist. bezüglich der religion habe ich persönlich nur sehr positive erfahrungen sammeln können und dürfen hierbei kommt es natürlich auch darauf an wie ich auf die menschen zu gehe und es gibt sicher auch schwarze schaafe aber die gibt es überall auch bei uns in deutschland wenn ich an die rechte szene zB denke. ich habe es zB auch nie erlebt das irgendjemand von den arabischen kollegen beim essen oder gebet geblieben ist wenn wir einen alarm bekommen haben ganz im gegenteil manche waren zum teil motivierter als manch deutscher kollege.

    mein apell den ich an alle richten möchte ist urteilt doch bitte nur aus eigenen erfahrungen die ihr persönlich gemacht habt und nicht was ihr irgendwo gehört oder gelesen habt. den nur das bringt uns alle weiter.

  12. Ich glaube die teilweise negative Einstellung mancher beruht auf den Artikel der vor kurzem im Feuerwehrmagazin erschienen ist.

  13. Man sollte den deutschen Maßstab nicht zwangsläufig auf alle anderen Länder übertragen! Diese sind oft von den rechtlichen, geografischen, infrastrukturellen und demografischen, insbesondere aber wirtschaftlichen Rahmenbedingungen her vergleichbar.

    Daher ist es als anerkennenswert zu sehen, dass derartige gewaltigen Fortschritte erfolgen und so ganz nebenbei unsere Wirtschaft davon erheblich profitiert. Und das ist bei dem oben erkennbaren Alleinvertretungsanspruch nicht der Fall. Heute belächeln wir auch unser System von vor 30 Jahren!

    Andere Länder, andere Sitten! Und das sollte man anerkennen und vor allem respektieren.

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