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Moderne Werkstattgestaltung: Persönliche Schutzausrüstung sicher reinigen, desinfizieren und aufbereiten

Die Persönliche Schutzausrüstung (PSA) von Feuerwehrleuten muss nach jedem Einsatz gereinigt und aufbereitet werden. Für das technische Personal von Atemschutzwerkstätten ist der Umgang mit kontaminierten Atemschutzgeräten, Vollmasken und Schutzanzügen mit erheblichen Gesundheitsrisiken verbunden. Die Firma Dräger empfiehlt: Ein klar definierter Prozess in sechs Schritten hilft, die sichere und effiziente Reinigung der Feuerwehrausrüstung zu gewährleisten und gleichzeitig die Gesundheit der Gerätewarte zu schützen.

Schritt 1: Eingangslogistik und Registrierung

Nach dem Einsatz wird die kontaminierte Ausrüstung in geschlossenen Behältern zur Atemschutzwerkstatt transportiert. Bei der Entgegennahme und Sortierung von Druckluftflaschen und Atemschutzgeräten inkl. Vollmasken ist das Tragen einer Persönlichen Schutzausrüstung notwendig. Durch Scannen von Barcodes oder Transponder (RFID) wird die Ausrüstung registriert und gleichzeitig werden die Prüfdaten kontrolliert.

Schritt 2: Reinigung, Desinfektion und Trocknung von Atemschutzgeräten

Zunächst erfolgt eine manuelle Vorwäsche der Grundgeräte des Atemschutzgerätes. Bei der anschließenden Maschinenwäsche wird durch die Druckluftbeaufschlagung  (Betriebszustand) verhindert, dass Wasser in das System eindringt. Danach werden die Teile getrocknet. Auch in diesem Arbeitsschritt sollten die Gerätewarte stets eine geeignete Persönliche Schutzausrüstung (z.B. Atemschutz) tragen, um eine indirekte Kontamination zu vermeiden.

Schritt 3: Reinigung, Desinfektion und Trocknung der Vollmasken und Lungenautomaten

Unter hygienischen Gesichtspunkten ist die Reinigung und Desinfektion der Vollmasken und Lungenautomaten besonders wichtig. Auch sie werden zunächst manuell vorgereinigt, für die Maschinenwäsche demontiert und anschließend getrocknet. Nicht zu vergessen: Die Schutzhülle der Druckluftflaschen sowie die Transportboxen, in denen die Ausrüstung angeliefert wurde, sind ebenfalls gründlich zu reinigen.

Schritt 4: Befüllung der Atemluftflaschen (Druckluftflaschen)

Beim Wiederbefüllen der validierten Atemluftflaschen ist sowohl der Druck als auch die Qualität der Atemluft zu überwachen. Eine Füllstation mit Schnellanschlüssen und Überwachungssystem erleichtert diese Aufgabe. Die befüllten Flaschen werden geprüft, versiegelt und gekennzeichnet. Danach werden sie mit einer sauberen Schutzhülle überzogen und für den Einsatz bereitgestellt.

Schritt 5: Aufbereitung und Prüfung

Im Prüfbereich der Atemschutzwerkstatt werden die gereinigten Masken, Lungenautomaten und Grundgeräte (Tragesystem) wieder montiert und registriert. An einem Prüfgerät prüft ein Gerätewart die Funktionsfähigkeit aller Komponenten und dokumentiert die Daten.

Schritt 6: Ausgangsverfolgung und -logistik

Vor dem Rücktransport zur Wache müssen sämtliche Komponenten der Schutzausrüstung identifiziert, registriert, versiegelt und sicher verpackt werden. Ein Scanner und eine entsprechende Softwarelösung ermöglichen dabei eine einfache und effiziente Dokumentation zur späteren Nachverfolgung.

 Fazit

Neben der Einhaltung dieser sechs Arbeitsschritte gilt es, drei grundlegende Regeln zu befolgen:

  • Klare Trennung zwischen „kontaminierten“ und „sauberen“ Bereichen der Atemschutzwerkstatt
  • Tragen von Schutzkleidung, Handschuhen und Masken beim Umgang mit kontaminierten Gegenständen
  • Überprüfung der gereinigten Ausrüstung mit kalibrierten Prüfgeräten

So steht einer gefahrlosen und effizienten Reinigung, Desinfektion bzw. Aufbereitung der kontaminierten Schutzausrüstung nichts im Wege.

Mehr über die moderne Werkstattgestaltung zur Reinigung von Feuerwehrausrüstung erfahren Sie auf https://www.draeger.com/de_de/Fire-Services/hot-topics/moderne-werkstattgestaltung

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