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Moderne Ausbildung

Feuerwehrleute müssen sich ständig weiterbilden. Es gilt, Erlerntes aufzufrischen, regelmäßig in der Praxis zu üben und Neues dazuzulernen. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch der Austausch untereinander. Wir sagen, warum moderne Feuerwehr-Ausbildung mehr ist als nur Wissensvermittlung.

Das gemeinsame Lösen von Problemen zählt zu den Kerntätigkeiten der Feuerwehr. Dementsprechend sollte das Teamtraining Teil der modernen Ausbildung sein – wie hier beim Fit for Fire-Event von S-Gard. Foto: S-Gard
Das gemeinsame Lösen von Problemen zählt zu den Kerntätigkeiten der Feuerwehr. Dementsprechend sollte das Teamtraining Teil der modernen Ausbildung sein – wie hier beim Fit for Fire-Event von S-Gard. Foto: S-Gard

Feuerwehrleute werden ständig mit neuen Situationen konfrontiert. Oft geht es um rasches und sicheres Handeln. Im Einsatz müssen alle optimal zusammen arbeiten – auch mit anderen Rettungskräften. Nicht nur die technischen Anforderungen werden dabei immer anspruchsvoller. Erscheinungen wie aggressives Verhalten und aufdringliche Schaulustige erschweren die Arbeit der Retter heute zusätzlich. Umso wichtiger ist eine zeitgemäße Aus- und Weiterbildung.

Diese am eigenen Standort zu gewährleisten, stellt Feuerwehren vor gleich mehrere Probleme: Die Ausbildung der eigenen Führungskräfte und Ausbilder ist zum einen kosten- und zeitintensiv. Zum anderen fehlt oft der richtige Ansatz, wie spezielle Themen vermittelt werden können.

Viele Feuerwehren greifen daher auf die Angebote externer Experten und Trainer zurück. Das Angebot an Seminaren, Workshops und Trainings ist vielfältig und reicht von der Realbrandausbildung über die Technische Hilfeleistung bis hin zu Themen wie Einsatzplanung, Führung, Kommunikation sowie Stressbewältigung. Trainer sind meist erfahrene Feuerwehr-Ausbilder, die sich in bestimmten Themenfeldern spezialisiert haben. Sie bringen neben ihrer fachlichen Expertise auch vielfältige Erfahrung aus anderen Feuerwehr- Ausbildungsgruppen mit.

Besonders wichtig bei der Fortbildung – hier eine Veranstaltung für Führungskräfte – ist der Austausch untereinander. Foto: S-Gard

Frontalunterricht ist heute passé

Ein wichtiger Aspekt bei der Ausbildung ist der Zeitaufwand. Schließlich wird es für freiwillige Kräfte immer schwieriger, eine Freistellung vom Arbeitgeber zu erreichen. Feuerwehren legen daher ein besonderes Augenmerk darauf, dass sie die Ausbildungsinhalte vorab konkret mit dem Trainer absprechen und die Seminare gemeinsam mit ihm planen können. So lässt sich am besten gewährleisten, dass die Inhalte zu den Erfordernissen der eigenen Feuerwehr passen. Auf der Seite des Anbieters setzt das eine entsprechende Flexibilität voraus. Standard-Seminare mit Standard-Abläufen sind weniger gefragt.

Neben dem eigentlichen Wissenstransfer spielt der Austausch der Teilnehmer untereinander eine wichtige Rolle. Kleine Gruppen und interaktive Methoden wie Gruppenarbeiten, Expertencafés oder Modellversuche fördern diesen Austausch. In modernen Seminaren und Workshops ist der Trainer Teil des Teams, teilt seine Erfahrung, macht vor und unterstützt bei der Übertragung in die eigene Praxis. Frontalunterricht in voll besetzten Seminarräumen ist passé und wird den aktuellen Anforderungen nicht mehr gerecht.

Ein Beispiel für moderne Aus- und Fortbildung für Feuerwehrleute ist die S-Gard Safetytour. Diese wird seit 2006 von der Heinsberger Firma S-Gard angeboten, deren Hauptgeschäft die Entwicklung und Produktion von Feuerwehrschutzbekleidung ist. Die Safetytour umfasst individuell buchbare Seminare und Praxisworkshops für Feuerwehren, überregionale Fortbildungsveranstaltungen für Führungskräfte und ein internationales Team-Event, das einmal jährlich an wechselnden Standorten stattfindet.

Bei Seminaren, Workshops und Trainings agieren Ausbilder und Teilnemer am besten auf Augenhöhe. Foto: S-Gard

 

„Offener Austausch auf Augenhöhe“

Für Planung und Organisation der S-Gard Safetytour ist Frank Gerhards verantwortlich. Er war viele Jahre Lehrausbilder bei der Feuerwehr Mönchengladbach. Wir haben den Experten zu den Besonderheiten dieses Aus- und Fortbildungsprogramms befragt.

Foto: S-GardFM: Herr Gerhards, was ist das Besondere am Safetytour-Konzept?

Gerhards: Wir arbeiten mit modernen Methoden in kleinen Gruppen und versuchen, bei jeder Veranstaltung ein persönliches Lernumfeld zu schaffen. Wir wollen damit den offenen Austausch auf Augenhöhe ermöglichen und den Teilnehmern die Möglichkeit eröffnen, sich persönlich einzubringen und optimal von der Veranstaltung zu profitieren. Die Ausbildungsinhalte entwickeln wir individuell und gemeinsam mit den Feuerwehren, die uns beauftragen. Bei uns ist kein Workshop wie der andere. Wir bieten eine fundierte Weiterbildung auf der Grundlage aktueller Ausbildungsstandards.

FM: Mit welchem Personal setzen sie dieses Konzept um?

Gerhards: Unsere Trainer sind ausgewiesene und erfahrene Fachleute. Sie kommen aus ganz Deutschland und teilweise auch aus dem Ausland. Wir tauschen uns regelmäßig untereinander aus und bilden uns selbst ständig weiter, um auf dem aktuellen Wissensstand zu bleiben. Die Ansicht „Das haben wir schon immer so gemacht“ gibt es bei uns nicht.

FM: Welche Inhalte bieten Sie an?

Gerhards: Aktuell umfasst unser Programm über 40 verschiedene Praxisworkshops. Zu den Inhalten zählen nicht nur technische Themen. Wir trainieren und fördern auch so genannte Soft Skills, die im Feuerwehralltag immer mehr an Bedeutung gewinnen. Das Angebot reicht vom Workshop über Suchtechniken und den Umgang mit Wärmebildkameras über Themen wie Einsatztaktik bei unterschiedlichen Brandverläufen, Messtechnik und Dekontamination bei ABC-Einsätzen oder Technische Hilfeleistung bei Verkehrs- oder Tiefbauunfällen bis hin zu Konfliktmanagement, Gewalt gegen Retter und Umgang mit suizidgefährdeten Personen. Wir bauen das Programm kontinuierlich aus und greifen aktuelle Themen und Entwicklungen auf.

FM: Wie laufen Safetytour- Praxisworkshops ab?

Gerhards: Unsere Tages- oder Wochenend-Workshops haben einen theoretischen und einen praktischen Teil. In diesem arbeiten wir in ganz kleinen Gruppen: In der Realbrandausbildung beispielsweise werden jeweils maximal drei Teilnehmer von einem Trainer begleitet. Bei Übungen zur Technischen Hilfeleistung steht ein Trainer für acht Teilnehmer zur Verfügung. So ist es auch hier möglich, auf individuelle Fragen einzelner Teilnehmer einzugehen. Zum Schluss gibt es eine Lehrgangsbescheinigung und ein entsprechendes Handout zur Thematik. In der Regel sind das Quickchecks, die von unseren Trainern verfasst worden sind.

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