Bonus-Inhalte Feuerwehr-Magazin 5/2010

Zu einigen Artikeln unserer aktuellen Print-Ausgabe finden Sie an dieser Stelle Bonus-Inhalte: Zum Beispiel Bildergalerien, Videos, Dokumente… Die ausführlichen Hintergründe zu den Themen können Sie im Heft nachlesen.

Mit Tanklöschfahrzeug tödlich verunglückt

In der aktuellen Ausgabe berichten wir in unseren “Nachrichten” über einen tödlichen Unfall während einer Einsatzfahrt. In den vergangenen sechs Jahren sind mindestens zehn Feuerwehrkameraden bei Alarmfahrten mit Einsatzfahrzeugen in Deutschland ums Leben gekommen. Eine Zusammenfassung (Feuerwehr-Magazin-Abonnenten können die Artikel kostenlos in unserem Online-Archiv nachlesen):

2004: Erbsen (Niedersachsen)

Auf dem Weg zu einem Scheunenbrand wird in Erbsen (Kreis Göttingen) ein Gerätewagen-Nachschub (GW-N) an einem unbeschrankten Bahnübergang von einem Regionalzug erfasst. Der Zug entgleist nach dem Zusammenprall. Der 40-jährige Maschinist, Kreisschirrmeister im Landkreis Göttingen, stirbt noch an der Unfallstelle. (FM 8/2004, ausführlicher Einsatzbericht ab Seite 40).

2006: Rheinbach (Nordrhein-Westfalen)

Eine 23-jährige Feuerwehrfrau erliegt bei Rheinbach (Rhein-Sieg-Kreis) nach einem Alarmfahrt-Unfall ihren schweren Kopfverletzungen. Die junge Kameradin saß in der Mannschaftskabine eines Löschgruppenfahrzeugs (LF) 8/6, auf dem Weg zu einem Kleinbrand in einer Kapelle. Der 46-jährige Maschinist war auf einer kurvenreichen Straße nach rechts von der Fahrbahn abgekommen. Beim Versuch gegenzulenken, prallte das LF gegen eine Straßenböschung. Sieben weitere Kameraden erlitten zum Teil schwere Verletzungen (FM 6/2006, Seite 10).

2006: Wolmirstedt (Sachsen-Anhalt)

Eine geheim gehaltene Alarmübung führt zu einem der schwersten Feuerwehrunfälle der letzten Jahre. Ein LF 16 der Freiwilligen Feuerwehr Wolmirstedt (Ohrekreis) kollidiert während der Alarmfahrt mit einem Pkw. Das LF überschlägt sich und prallt gegen einen Baum. Vier Kameraden im Alter zwischen 20 und 22 Jahren kommen ums Leben. Fünf Feuerwehrleute sowie die Fahrerin des Pkw werden schwer verletzt (FM 8/2006, Seite 8). Das Unglück löst eine Debatte über die Nutzung von Sondersignalen bei Feuerwehrübungen aus.

2007: Bad Birnbach (Bayern)

Ein 52-jähriger Maschinist der Feuerwehr Bad Birnbach (Kreis Rottal-Inn) stirbt während der Anfahrt zu einem Brand in einem landwirtschaftlichen Anwesen. Er war mit einem Löschfahrzeug nach rechts von der Fahrbahn abgekommen, hatte beim Gegenlenken die Kontrolle verloren und gegen einen Straßenbaum geprallt. Kameraden aus Nachbarwehren mussten den eingeklemmten Mann bergen. (FM 11/2007, Seite 12).

2008: Beeskow (Brandenburg)

Nur noch den Tod feststellen konnte ein Notarzt bei einem 32-jährigen Kameraden nach einem Unfall bei Beeskow (Kreis Oder-Spree). Der Feuerwehrmann war aus einem umkippenden Tanklöschfahrzeug (TLF) gestürzt und vom Fahrzeug erschlagen worden. Das TLF war auf dem Weg zu einem Dachstuhlbrand gewesen. Während der Alarmfahrt war ein Hinterreifen auf eine Verkehrsinsel geraten, woraufhin der Maschinist die Kontrolle verlor hatte und das Fahrzeug ins Schleudern geraten war. (FM 3/2008, Seite 6).

2009: Paderborn (Nordrhein-Westfalen)

Vier Menschen sterben bei einem Alarmfahrtunfall in Paderborn – darunter ein 48-jähriger Oberbrandmeister der Feuerwehr Paderborn. Eine Drehleiter war auf dem Weg zu einem Brandeinsatz auf einer Kreuzung mit einem Taxi und anschließend zwei weiteren Pkw kollidiert, umgestürzt und in Brand geraten. Drei Fahrgäste aus dem Taxi gehören zu den Toten. Der Maschinist und ein mitfahrender Kamerad  werden ebenso schwer verletzt wie fünf weitere Unfallbeteiligte.  (FM 6/2009, Seite 6).

2010: Thalfang (Rheinland-Pfalz)

Gutachter sollen den genauen Hergang eines Unfalls mit einem Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Thalfang am Erbeskopf (Kreis Bernkastel-Wittlich) klären. Dabei war ein 47-jähriger Feuerwehrmann ums Leben gekommen. Das Fahrzeug war nach links von der Fahrbahn abgekommen, hatte eine Leitplanke durchbrochen, einen Baum niedergerissen und war umgestürzt. Der Beifahrer überlebte schwer verletzt. (Feuerwehr-Magazin 5/2010).

Sturz in die Wupper

Schon 1971 kam es unweit von der jetzigen Unfallstelle zu einem schweren Unglück – damals mit einem Zug. Mehr dazu finden Sie hier: Beitrag “Gedenkstein Zugunglück/Busunglück Radevormwald”

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